Bund trotz günstigerer Steuerentwicklung vor Schuldenrekord
Reuters | 20. Dezember 2010 — Berlin (Reuters) - Trotz einer günstigeren Steuerentwicklung wird der Bund im laufenden Jahr einen neuen Schuldenrekord nicht v…
Berlin (Reuters) - Das Bundesfinanzministerium hat vor einer Lockerung des Sparkurses gewarnt.
Der Bundeshaushalt habe zwar im vergangenen Jahr bei den Steuereinnahmen und der Neuverschuldung vom unerwartet raschen Wirtschaftsaufschwung profitiert, schrieb Finanzstaatsekretär Hans Bernhard Beus im seinem Vorwort zum aktuellen Monatsbericht seines Ministeriums vom Freitag. Es gebe aber keinen Grund, von der eingeschlagenen Konsolidierungsstrategie abzuweichen. Gegenüber den Planzahlen hätten die Steuermehreinnahmen zu einer Haushaltsentlastung von 14,3 Milliarden Euro geführt. Doch lägen die Steuereinnahmen immer noch etwas unter denen von 2009 und sogar 13 Milliarden Euro unter denen des Jahres 2008, also vor der Wirtschafts- und Finanzkrise.
Als Folge des unerwartet kräftigen Aufschwungs musste der Bund nicht, wie anfangs geplant, gut 80 Milliarden Euro an neuen Krediten aufnehmen, sondern letztlich nur 44 Milliarden Euro, wie aus dem Bericht hervorgeht. Das ist aber immer noch eine Rekordzahl in der Geschichte der Bundesrepublik. Diese Zahlen waren allerdings schon Mitte Januar veröffentlicht worden. Die Ausgaben des Bundes fielen mit 303,7 Milliarden Euro nur 3,9 Prozent höher als im Vorjahr statt der angesetzten gut neun Prozent. Die Einnahmen waren mit 259,3 Milliarden Euro 0,6 Prozent höher als im Vorjahr und nicht 7,3 Prozent niedriger.
Auch die Steuerzahlen des Jahres 2010 waren im wesentlichen schon vor einigen Tagen bekanntgeworden. Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden - ohne reine Gemeindesteuern - lagen im Gesamtjahr 2010 mit 488,7 Milliarden Euro um 3,9 Milliarden Euro über den letzten Zahlen der amtlichen Steuerschätzung und um knapp ein Prozent über dem Vorjahr. Im Dezember allein wurde ein Anstieg von 4,8 Prozent verzeichnet.
Erschienen 28. Januar 2011 bei http://www.reuters.com.
Reuters | 20. Dezember 2010 — Berlin (Reuters) - Trotz einer günstigeren Steuerentwicklung wird der Bund im laufenden Jahr einen neuen Schuldenrekord nicht v…
Reuters | 21. Juli 2008 — Berlin (Reuters) - Die Ausgaben des Bundes haben sich im ersten Halbjahr günstiger entwickelt als auf Ganzjahresbasis geplant. …
Reuters | 30. Januar 2009 — Berlin (Reuters) - Die Rezession drückt zusehends die Steuereinnahmen des deutschen Fiskus. Mit einem kleinen Plus von 0,4 Pr…
Reuters | 20. Juni 2008 — Berlin (Reuters) - Die Neuverschuldung des Bundes dürfte nach Einschätzung des Finanzministeriums in diesem Jahr im Rahmen des …
Reuters | 4. Februar 2011 — Berlin (Reuters) - Das Haushaltsloch der Bundesländer ist im vergangenen Jahr dank des starken Aufschwungs nicht so weit aufger…
Reuters | 18. Januar 2011 — Berlin (Reuters) - Der kräftige Wirtschaftsaufschwung hat dem deutschen Fiskus im vergangenen Jahr weit mehr Steuereinnahmen be…
Reuters | 22. November 2010 — Berlin (Reuters) - Trotz der unerwartet günstigen Steuerentwicklung wird der Bund in diesem Jahr an einem neuen Schuldenrekord …
Reuters | 20. November 2009 — Berlin (Reuters) - Die unerwartet lebhafte Konjunkturerholung wird die Neuverschuldung des Bundes vermutlich weniger stark anst…
Reuters | 20. März 2009 — Berlin (Reuters) - Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die inzwischen auch die Steuereinnahmen massiv drückt, wird im Bundeshaush…
Reuters | 30. September 2008 — Berlin (Reuters) - Die Kassenlage der öffentlichen Haushalte hat sich im ersten Halbjahr verbessert. Ihre Einnahmen erhöhten …