Finanzdienstleistungen: Kommission veröffentlicht Studie über Preise, Kosten und Volumen von Wertpapierhandel und Nachhandel

Die Europäische Kommission hat heute eine erste Studie der Beraterfirma Oxera Consulting Ltd. über Preise, Kosten und Volumen von Wertpapierhandel und Nachhandelsaktivitäten in der EU veröffentlicht. Die Erhebung, die in Zukunft regelmäßig durchgeführt werden soll, wird es der Kommission ermöglichen, die künftige Entwicklung von Preisen und Kosten zu verfolgen. Auf diese Weise kann sie besser beurteilen, wie ihre Politik sich in der Praxis auswirkt, und künftige Maßnahmen auf eine solide Basis stellen.

Dazu der für den Bereich Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige Kommissar Charlie McCreevy: „Diese Studie ist für uns sehr wichtig, da sie uns einen besseren Einblick in die Entwicklung von Preisen, Kosten und Volumen des vollautomatisierten Handels und der Nachhandelsaktivitäten verschafft. Mir sind die großen Unterschiede zwischen Finanzzentren bewusst, freue mich jedoch besonders, dass der Studie zufolge die Kosten für Handel und Clearing sowie bis zu einem gewissem Grad auch für die Abwicklung seit 2006 zurückgegangen sind. Dies bestätigt den positiven Einfluss der Finanzmarktrichtlinie und des Verhaltenskodex für Clearing und Abwicklung. Deshalb ersuche ich die Marktteilnehmer, uns auch weiterhin in unseren Bemühungen um mehr Transparenz und um eine solide, auf Fakten beruhende Politik zu unterstützen.“

Die Studie enthält Daten über die gesamte Wertschöpfungskette des Wertpapierhandels und der Nachhandelsaktivitäten für das Jahr 2006 (für Handelsplätze, Zentrale Gegenparteien (CCP) und Zentralverwahrer (CSD) auch für 2008) und zeichnet damit ein detailliertes Bild der Preise und Kosten des vollautomatisierten Handels und Nachhandels in mehreren europäischen Finanzzentren.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf Daten der Vermittler (Fondsmanager, Devisenmakler und Depotbanken) und der Anbieter von Infrastrukturdiensten (Handelsplätze, Zentrale Gegenparteien und Zentralverwahrer). Wie die Reaktionen auf den Bericht zeigen, findet die Studie auch bei Vermittlern und Infrastrukturbetreibern entsprechendes Interesse.

Die wichtigsten Ergebnisse

Die Studie will keine Vergleiche zwischen einzelnen Finanzzentren anstellen, sondern einen Einblick darin vermitteln, wie sich Preise, Kosten und Volumen in einem bestimmten Zentrum im Laufe der Zeit entwickeln.

Die Studie zeichnet ein differenziertes Bild der erfassten Finanzzentren und lässt folgende allgemeinen Schlussfolgerungen zu:

- Das Volumen der Transaktionen bestimmt die Preise: Aus den Daten des Jahres 2006, die die Basis für künftige Studien bieten, zeigt sich über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, dass der wichtigste Preisbildungsfaktor das Transaktionsvolumen …

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Themen: Kommissar
Rechtsgebiet: Kapitalmarktrecht

Erschienen 21. Juli 2009 auf http://justicio.de.

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