Filesharing: Return of the 90 Millionen Porno-Schreck
Seit ca. 3 Wochen überzieht die U+C Rechtsanwaltsgesellschaft mbH unter der Leitung ihres Geschäftsführers Thomas Urmann, einst tätig für die Personengesellschaft
Urmann + Collegen ohne Haftungsbeschränkung, davor tätig unter dem Label KUW, gefühltes halb mit “Mahnschreiben” aus Altfällen.
Jedenfalls kommt es mir so vor, denn seit ca. 2 – 3 Wochen klingelt ständig das Telefon und irgendein Kollege will von mir wissen, ob
uns die zahlreichen netten Zahlungsaufforderungen ebenfalls erreicht hätten. Hinzu kommen verunsicherte Mandanten, respektive
Anschlussinhaber, die sich seiner Zeit selbständig versorgt haben, und nun doch ein wenig verunsichert sind. Zumal bei den
Selbstversorgern sehr viele modifizierte Unterlassungserklärungen angeblich nicht ihr Ziel erreicht haben (ungeachtet vorliegender
Rückscheine). Damit ist U+C für dieses Jahr in meiner persönlichen Statistik sogar an vorbeigezogen, bei denen zurzeit auch alles auf Hochtouren zu laufen scheint.
Insbesondere 2010 war ein sehr U+C intensives Jahr. Ich habe viel Porno-Ping-Pong mit meinem gespielt. Ein Knallertitel jagde den nächsten. Gerne trat da auch die mehr oder
weniger – anlässlich des seinerzeitigen “Fax-Skandals” – abgetauchte DigiProtect wieder auf der Bildfläche mit entsprechenden
“Rechteinhaberschaften” auf. Was die alles für Rechte innehaben. Unglaublich. Super Lizenzpool. Die meisten Kollegen aus der Riege
der Inkasso-Glückseeligen auf der Aktiv-Seite hatten ja seinerzeit offensichtlich das Handtuch geworfen, U+C hielt bei der Stange.
Bemerkenswert ist in den zahlreichen, derzeit hernieder prasselnden Altfällen von U+C folgendes:
In diversen Fällen wird behauptet, es liege keine vor bzw. die seinerzeit beigefügte Erklärung möge bitte noch
unterzeichnet zurückgesendet werden. Außerdem habe man keinen Zahlungeingang verbuchen können. Hm. Ob es da Probleme beim Management
gibt, in denen möglicherweise (ein Teil) der 90 Millionen EURO schlummert? Faxbestätigungen und unterzeichnete Rückscheine in einigen
Akten sprechen jedenfalls eine andere Sprache. Zudem frage ich mich, wo denn die Gelder geblieben sind? Fehlbuchungen? Oje.
Heise berichtet jetzt etwas derart unglaubliches, dass ich mehrere Minuten lang nur ungläubig auf den Bildschirm gestarrt habe.
Anderseits würde sich nunmehr erklären, weshalb U+C auf einmal so stark auf die Tube drückt.
So soll U+C ein Versteigerungsportal eröffnet haben, in dem “Forderungen” in Höhe von 90.000.000 Euro an den “Geschäftsmann” gebracht
werden sollen. Ein Knaller, was? Endlich liegen mal Zahlen auf dem Tisch. Und das bei nur EINER Kanzlei! Juchu! Europa ist nicht
pleite! Im Gegenteil. Es schlummern Milliarden an unerfüllten Forderungsträumen in den Tiefen der veranwaltlichen Abmahnlobby. Davon
h…
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