Feststellung einer Schwerbehinderung nach Tod des Betroffenen

Der Anspruch auf Feststellung einer Schwerbehinderung erlischt nicht mit dem Tod des Betroffenen, wenn eine solche auch noch nach dessen Tod Wirkungen entfaltet. Dies hat das SG Speyer am 16.01.2012 (Az.S 5 SB 563/08) entgegen der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts entschieden. Im vorliegenden Fall hatte der Kläger während des laufenden Verfahrens eine Altersrente wegen Schwerbehinderung gestellt. Für deren Gewährung war es jedoch nach den gesetzlichen Vorgaben erforderlich, dass der Antragsteller bei deren Beginn als schwerbehinderter Mensch anerkannt war. Die Feststellung der Schwerbehinderung war insofern notwendige Voraussetzung für die Gewährung der beantragten Rente. An deren Gewährung hatte jedoch der Rechtsnachfolger des Klägers bzw.…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: SB , Voraussetzung , Gdb , Speyer , Schwerbehinderung

Erschienen 7. Februar 2012 auf http://sozialrecht-spezial.blogspot.com.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Feststellung einer Schwerbehinderung auch noch nach dem Tod

Rechtslupe | 2. Februar 2012 — Der Tod führt nicht zwangsläufig zum Erlöschen des Anspruchs auf Feststellung einer Schwerbehinderung. Wenn die Feststellung ei…

Tot und trotzdem nachträglich schwerbehindert

Kanzlei Blaufelder | 31. Januar 2012 — Auch Tote können ausnahmsweise noch rückwirkend als Schwerbehinderte anerkannt werden. Dies ist dann möglich, wenn der Versto…

Kündigung eines Schwerbehinderten

arbeit-familie.de | 22. September 2011 — BAG, Urteil vom 09.06.2011, 2 AZR 703/09 Arbeitnehmer, deren Schwerbehinderung behördlich festgestellt worden ist, ha…

Zulässigkeit der Frage nach Schwerbehinderung im bestehenden Arbeitsverhältnis

Meyer-Köring v.Danwitz | 22. Februar 2012 — Spätestens seit dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes wird die Frage nach einer Schwerbehinderung in Vo…

Falsche Beantwortung der Frage nach einer Schwerbehinderung - Anfechtung des Arbeitsvertrags

Linten & Partner Rechtsanwälte | 27. September 2011 — Täuschung im Bewerbungsgespräch rechtfertigt nur bei Ursächlichkeit für die Einstellung eine Anfechtung Beantwortet ein Bewer…

Arbeitsvertrag: Diskriminierung wegen Schwerbehinderung bei der Einstellung

JuracityBlog | 24. November 2009 — Diskrimierende Klausel aus einem aktuellen Arbeitsvertrag: Behinderung Der Arbeitnehmer versichert, zum Zeitpunkt des Vertr…

Arbeitsrecht: Falschbeantwortung einer Frage nach Schwerbehinderung kann zur Anfechtung des Arbeitsvertrages berechtigen

Bella & Ratzka Rechtsanwälte | 12. Juli 2011 — Beantwortet der zukünftige Arbeitnehmer die zulässige Frage des Arbeitsgebers nach einer vorhandenen Schwerbehinderung im Bew…

Falsche Beantwortung der Frage nach einer Schwerbehinderung - Anfechtung des Arbeitsvertrags

arbeitsrechtsfix | 27. September 2011 — Täuschung im Bewerbungsgespräch rechtfertigt nur bei Ursächlichkeit für die Einstellung eine Anfechtung Beantwortet ein Bewer…

Frage nach einer Schwerbehinderung im laufenden Arbeitsverhältnis

arbeit-familie.de | 17. Februar 2012 — BAG, Urteil vom 16.02.2012, 6 AZR 553/10 Darf der Arbeitgeber in einem laufenden Arbeitsverhältnis den Arbeitnehmer f…

Schwerbehindertenmeldung 2010: Kündigung eines Schwerbehinderten: Arbeitnehmer muss sich beeilen!

arbeit-familie.de | 4. November 2010 — LAG Schleswig-Holstein, Urteil vom 06.07.2010, 1 Sa 403/09 Schwerbehinderte haben einen besonderen Kündigungsschutz. …