Feststellung einer Schwerbehinderung nach Tod des Betroffenen
Recht Sozial | 7. Februar 2012 — Der Anspruch auf Feststellung einer Schwerbehinderung erlischt nicht mit dem Tod des Betroffenen, wenn eine solche auch noch nach …
Der Tod führt nicht zwangsläufig zum Erlöschen des Anspruchs auf Feststellung einer Schwerbehinderung. Wenn die Feststellung einer Schwerbehinderung (Grad der Behinderung – GdB – von 50 und mehr) für die Entscheidung des Rentenversicherungsträgers über die Gewährung einer Altersrente wegen Schwerbehinderung notwendig ist, erlischt der Anspruch auf die Feststellung ausnahmsweise nicht mit dem Tode des Klägers.
Mit dieser Begründung hat jetzt das Sozialgericht Speyer einer entsprechenden Klage der Rechtsnachfolger eines verstorbenen Klägers stattgegeben und das Land Rheinland-Pfalz verurteilt, bei dem verstorbenen Kläger einen Gesamt-GdB von 50 ab Januar 2008 festzustellen. Die durchgeführten umfangreichen medizinischen Ermittlungen hatten ergeben, dass der Kläger entgegen der Einschätzung des Landesamtes bereits im Januar 2008 aufgrund seiner Erkrankungen die Voraussetzungen für die Feststellung eines GdB von 50 erfüllt hat.
Die Tatsache, dass der Kläger im Laufe des Verfahrens verstorben ist, steht dem Anspruch der Rechtsnachfolger des Klägers auf rückwirkende Feststellung des GdB ausnahmsweise nicht entgegen. Zwar erlischt nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts der Anspruch auf Feststellung des Grades der Behinderung im Regelfall mit dem Tode des Klägers. Im vorliegenden Fall ist hiervon jedoch eine Ausnahme zu machen. Denn der Kläger hatte im August 2010 bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger einen Antrag auf Gewährung einer Altersrente wegen Sch…
» Vollständiger ArtikelErschienen 2. Februar 2012 auf http://www.rechtslupe.de.
Recht Sozial | 7. Februar 2012 — Der Anspruch auf Feststellung einer Schwerbehinderung erlischt nicht mit dem Tod des Betroffenen, wenn eine solche auch noch nach …
Kanzlei Blaufelder | 31. Januar 2012 — Auch Tote können ausnahmsweise noch rückwirkend als Schwerbehinderte anerkannt werden. Dies ist dann möglich, wenn der Versto…
arbeit-familie.de | 22. September 2011 — BAG, Urteil vom 09.06.2011, 2 AZR 703/09 Arbeitnehmer, deren Schwerbehinderung behördlich festgestellt worden ist, ha…
arbeit-familie.de | 4. November 2010 — LAG Schleswig-Holstein, Urteil vom 06.07.2010, 1 Sa 403/09 Schwerbehinderte haben einen besonderen Kündigungsschutz. …
Meyer-Köring v.Danwitz | 22. Februar 2012 — Spätestens seit dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes wird die Frage nach einer Schwerbehinderung in Vo…
JuracityBlog | 24. November 2009 — Diskrimierende Klausel aus einem aktuellen Arbeitsvertrag: Behinderung Der Arbeitnehmer versichert, zum Zeitpunkt des Vertr…
Unternehmerarbeitsrecht | 11. Juli 2011 — In einer aktuellen Entscheidung bestätigte das Bundesarbeitsgericht, dass ein Arbeitgeber bei Falschbeantwortung einer bei der …
Andere Ansicht | 13. Januar 2012 — Da liegt mir gerade ein Vergleichsangebot der Gegenseite vor. Für den Mandanten haben wir einen Bescheid über die Feststellung …
Rechtslupe | 23. September 2009 — Feststellung nach dem Schwerbehindertenrecht sind auf Antrag auch bei bei einer lediglich geduldeten Ausländerin zu treffen. Mi…
Linten & Partner Rechtsanwälte | 27. September 2011 — Täuschung im Bewerbungsgespräch rechtfertigt nur bei Ursächlichkeit für die Einstellung eine Anfechtung Beantwortet ein Bewer…