Linkspartei legt in Umfragen deutlich zu
Reuters | 9. September 2009 — Berlin (Reuters) - Die Linkspartei hat nach ihren Wahlerfolgen in Thüringen und im Saarland auch in Umfragen zur Bundestagswahl…
Berlin (Reuters) - Die FDP hat in Umfragen weiter in der Wählergunst verloren und liegt in einer Forsa-Erhebung sogar wieder im einstelligen Bereich.
Während die Liberalen bei der Bundestagswahl im September mit 14,6 Prozent noch drittstärkste Kraft wurden, kommen sie in einer am Mittwoch verbreiteten Stern-RTL-Wahltrend nur noch auf neun Prozent. Im Vergleich zur Vorwoche, als die FDP-Millionenspende aus dem Hotelsektor Schlagzeilen machte, verlor die FDP zwei Punkte. Ein Teil der FDP-Abwanderer sei zur Union zurückgekehrt, ein anderer Teil habe sich in die Wahlenthaltung zurückgezogen, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem "Stern". In der monatlichen Allensbach-Umfrage für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" fiel die FDP auf 13 Prozent von 13,5 Prozent im Dezember.
Der Forsa-Umfrage zufolge verlöre die Regierungskoalition aufgrund der Schwäche der FDP ihre Mehrheit, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Die Union, die im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 36 Prozent zulegte, käme demnach zusammen mit der FDP auf 45 Prozent. Schwarz-Gelb läge damit drei Punkte hinter SPD, Grünen und der Linkspartei. Die SPD könnte demnach unverändert mit 21 Prozent rechnen, während die Grünen im Wochenvergleich einen Punkt zulegten auf einen Zustimmungsrekord von 16 Prozent. Die Linke blieb in der Umfrage, die vor der Rücktrittsankündigung von Parteichef Oskar Lafontaine stattfand, stabil bei elf Prozent.
In der Allensbach-Umfrage kamen CDU/CSU auf 34,5 Prozent, die SPD auf 25 Prozent, die Grünen auf 11,5 Prozent und die Linke auf elf Prozent.
Forsa befragte 2502 Wahlberechtigte zwischen dem 18. und 22 Januar. Die Allensbach-Umfrage wurde zwischen dem 7. und 21. Januar erhoben.
Erschienen 27. Januar 2010 bei http://www.reuters.com.
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