Falsche Frage kann fuchsen

Eine der grundlegenden Regeln, die man als Anwalt lernt ist: „Stelle niemals irgendeinem Zeugen (oder Sachverständigen) eine Frage, deren Antwort Du nicht kennst. Es wäre die EINE Frage zuviel, die Du stellst.“ Die beiden Landtagsabgeordneten der Grünen kannten diese Regel entweder nicht. Oder sie müssen noch lernen, die richtigen Fragen zu stellen. Kann sein, dass sie nicht fantasiebegabt genug für die möglichen Antworten waren. Kann auch sein, dass manche Frage dann gar nicht beantwortet hätte werden müssen. Wenn sie z.B. nicht nur gefragt hätten, ob Christian Wulff zu Geerkens oder dem damaligen Air-Berlin-Chef Joachim Hunold geschäftliche Beziehungen unterhalten habe, sondern auch die Frage erstreckt hätten auf mögliche geschäftliche Beziehungen zur Ehefrau Geerkens oder überhaupt dessen Familie. „Versuch macht kluch“ und „Fragen darf man alles – man bekommt dann vielleicht nur nicht auf alles auch Antworten.“ Aber Antworten, die man auf manche Fragen oder Teile von Fragen nicht bekommen hätte oder bekommt, haben manchmal ja einen ganz eigenen Aussagegehalt. Medial. Nach Öffentlichkeits-Blickwinkel-Maßstäben, sozusagen. So hingegen kann man die ausgefuchsten …

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Kommentar , Gesellschaften , Christian Wulff , Air Berlin , Management , News & Medien , Rechts Und Links Reingeblinzelt , Personen Und Ämter , Re-view Mit Augenzwinkern , Air-berlin-chef , Air-berlin-chef Joachim Hunold , Darlehensgewährung , Geerkens , Joachim Hunold

Erschienen 13. Dezember 2011 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Fragen im Antragsformular dürfen nicht verwirrend sein

Kanzlei Potthast Rechtsanwälte | 6. Januar 2012 — Wie Versicherer sich ihrer Leistungspflicht entziehen! Häufig stützen Versicherungsunternehmen ihre Leistungsverweigerung dar…

Wen man fragt

legalthoughts | 20. Dezember 2011 — Wenn das Gericht eine Frage an einen Zeugen stellt, dann erwartet es auch, dass dieser Zeuge antwortet. Ob richtig, ob falsch, …

45 Fragen - Wenige Antworten - Update

Schnüffelblog | 29. August 2007 — Die hier erwähnte Gegenüberstellung von Fragen und Antworten zur Anhörung im BundesSchnüffelinnenministerium am 27.o8.2007 zum The…

42

RA-Blog | 12. Juni 2007 — 42 ist die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, des Universums und allem. 42 ist zufällig auch die Anzahl der Fragen, d…

Ueberpruefung des jur. Sachverstands

Feder-und-Paragraph.de | 15. August 2005 — Studientipp Wirtschaftsrecht (FH): Eine interessante Möglichkeit zur Überprüfung des eigenen jur. Wissens ist, bei Frag-einen-Anwa…

Fragen zur Bundestagswahl 2005 werden beantwortet

Lichtenrader Notizen | 15. August 2005 — Informationen zur Bundestagswahl 2005 auf selbst formulierte Fragen werden gegeben. Die Pressemitteilung des Deutschen Bundestag…

Die Einbürgerungstest-Tester

Handakte WebLAWg | 3. Mai 2006 — Seit Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) voller Stolz seinen 100-Fragen-Einbürgerungstest präsentiert hat, hält sich di…

The truth, the whole truth, and nothing but the truth

Jus@Publicum | 14. Dezember 2011 — The truth, the whole truth, and nothing but the truth. Das ist des Pudels Kern, der viele tierisch fuchst, wo es augenblickli…

Zum Zugriff von Kindern auf das Kindergeld

Lichtenrader Notizen | 29. Juli 2006 — Antworten des Berliner Senats auf Anfragen von Abgeordneten sind manchmal Fortbildungsvorträge für die Fragesteller. Die ersten …

Wulff und die Verschwiegenheit

LawBlog | 10. Januar 2012 — Für seinen Mandanten muss sich ein Anwalt auch mal nach der Decke strecken. Muss er aber auch Unsinn erzählen? Diese Frage stel…

Bundespräsident wegen Privatkredit in Bedrängnis - Wulff weist Vorwurf der Täuschung zurück

Ja, er hat sich Geld geborgt. Nein, er will das Parlament nicht getäuscht haben: Bundespräsident Christian Wulff bestätigt, als Ministerpräsident von Niedersachsen ein Privatdarlehen bei einer Unternehmergattin aufgenommen zu haben. Dass er im Landtag eine "geschäftliche Beziehung" zu der Firma verneint habe, sei jedoch korrekt gewesen, sagt sein Sprecher.