Facebook: Datenschutzbehörden unterstützen die Position des ULD
In einem am 08.12.2011 veröffentlichten Beschluss unterstützt der “Düsseldorfer Kreis” die Positionen des Unabhängigen Landeszentrums
für Schleswig-Holstein im
Facebook-Konflikt. Die deutschen Datenschutzbehörden vertreten also bundesweit einheitlich die Meinung, dass Facebook-Fanpages gegen
das deutsche verstoßen:
“In Deutschland ansässige Unternehmen, die durch das Einbinden von Social Plugins eines Netzwerkes auf sich aufmerksam machen wollen
oder sich mit Fanpages in einem Netzwerk präsentieren, haben eine eigene Verantwortung hinsichtlich der Daten von Nutzerinnen und
Nutzern ihres Angebots. Es müssen zuvor Erklärungen eingeholt werden, die eine Verarbeitung von Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer
durch den Betreiber des sozialen Netzwerkes rechtfertigen können. Die Erklärungen sind nur dann rechtswirksam, wenn verlässliche
Informationen über die dem Netzwerkbetreiber zur Verfügung gestellten Daten und den Zweck der Erhebung der Daten durch den
Netzwerkbetreiber gegeben werden können.
Anbieter deutscher Websites, die in der Regel keine Erkenntnisse über die Datenverarbeitungsvorgänge haben können, die beispielsweise
durch Social Plugins ausgelöst werden, sind regelmäßig nicht in der Lage, die für eine informierte Zustimmung ihrer Nutzerinnen und
Nutzer notwendige Transparenz zu schaffen. Sie laufen Gefahr, selbst Rechtsverstöße zu begehen, wenn der Anbieter eines sozialen
Netzwerkes Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer mittels Social Plugin erhebt. Wenn sie die über ein Plugin mögliche Datenverarbeitung
nicht überblicken, dürfen sie daher solche Plugins nicht ohne weiteres in das eigene Angebot einbinden.”
Den Volltext finden sie hier.
Am 19.08.2011 forderte das ULD öffentliche und nicht-öffentliche Stellen in Schleswig-Holstein auf, ihre Facebook-Fanpages,
Social-Plugins und den “Gefällt mir”-Button zu deaktivieren. Die durch das ULD ausgesprochenen Beseitigungsverfügungen befinden sich
größtenteils noch im Widerspruchsverfahren. Im Rahmen eines Gesprächs mit Wirtschaftspolitikern der CDU- und FDP-Landtagsfraktion
bestätigte das ULD nochmals, zunächst nicht gegen kleinere schleswig-holsteinische Unternehmen vorgehen zu wollen.
Ein Nutzung…
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