Notariatswesen bleibt Sache des Bundes
www.unternehmensjurist.de | 20. Juni 2006 — "... Nach monatelangem Ringen haben Union und SPD einen Durchbruch bei der Föderalismusreform erzielt und damit ein zentrales Ref…
Aus Heute im Bundestag Nr. 151: Die vom Bundestag eingeladenen Sachverständigen haben am Mittwochvormittag überwiegend die Übertragung der Gesetzgebungskompetenz für den Strafvollzug an die Bundesländer abgelehnt. Clemens Lückemann, Leitender Oberstaatsanwalt aus Würzburg, war als einziger der Auffassung, die beabsichtigte Verlagerung an die Länder sei richtig, weil diese besondere Sachkompetenz hätten. Lückemann wies darauf hin, bereits unter dem geltenden Strafvollzugsgesetz unterscheide sich die Vollzugswirklichkeit in den Ländern auf Grund unterschiedlicher Auslegung des Gesetzes ganz erheblich. Ein weiteres Argument, so Lückemann, sei, dass das Recht der inneren Sicherheit Domäne der Länder sei. Eine Übertragung der Gesetzgebungskompetenz für den Justizvollzug auf die Länder wäre angesichts der herrschenden Auffassung vom Wesen des Strafvollzuges und seinen Aufgaben "nur konsequent". Das Strafvollzugsgesetz sei vor 30 Jahren in Kraft getreten. Der Bundesgesetzgeber habe bei seiner Fortschreibung ebenso versagt wie bei seinen Aufgaben zum Erlass eines Jugendstrafvollzugsgesetzes und eines Untersuchungshaftvollzugsgesetzes. Die Übertragung auf die Länder eröffne insofern neue Chancen für eine Modernisierung. Die Befürchtung mancher Leute, eine Übertragung der Gesetzgebungskompetenz auf die Länder werde im Strafvollzug einen "Schäbigkeitswettbewerb" auslösen, erweise sich - wenn man beispielsweise nach Bayern blicke - als "haltlose Unterstellung". Anderer Auffassung war Klaus Lange-Lehngut, Leiter der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel. Er sprach sich dezidiert gegen eine Verlagerung der Gesetzgebungskompetenz im Strafvollzug an die Länder aus. Er appellierte an die Abgeordneten, sie dürften es im Interesse des Schutzes der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten nicht hinnehmen, dass sich unsere Gesellschaft auf ein Vorhaben einlasse, das absehbar jeden von uns der erhöhten Gefahr, Opfer eines Straftat zu werden, aussetze. Er fürchte, so Lange-Lehngut, dass angesichts der Finanzlage der Länder das Strafvollzugsrecht nicht weiterentwickelt werde. Die Folge könne sein, "dass im geschlossenen Vollzug wieder Schlafsäle für acht, zehn oder 20 Gefangene eingerichtet werden, wenn nur eine abgetrennte Nasszelle vorhanden ist". Weitere negative Folgen könnten sein, dass eine Negativliste von Straftatbeständen eingeführt werde, die Gefangene ungeeignet machten, in den offenen Vollzug verlegt oder dort von Anfang an aufgenommen zu werden. Ferner müsse befürchtet werden, dass das Personal - die wichtigste Einsparmöglichkeit der Länder - gekürzt werde. Dies hätte zur Folge, dass wieder Verwahrvollzug mit Nachtverschluss um 17 Uhr eingeführt werde. Lange-Lehngut prophezeite für diesen Fall, dass es Unruhen in den Anstalten geben werde. Professor Manfred Seebode von der Universität Leipzig sprach sich ebenfalls gegen die Neuregelung aus. Er war der Meinung, die vorgesehene Neuregelung erschwere die Arbeit der…
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strafblog | 29. Juni 2006 — Aller Expertenkritik zum Trotz soll der Strafvollzug Rahmen der Föderalismus-Reform Ländersache werden. Das Strafvollzugsgesetz de…
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Handakte WebLAWg | 27. März 2006 — Die geplante Übertragung der Gesetzgebungskompetenz für den Strafvollzug an die Länder wurde auf dem Strafverteidigertag heftig…
strafblog | 23. Mai 2006 — Die Diskussion um die geplante Übertragung der Gesetzgebungskompetenz für den Strafvollzug auf die Länder ist in vollem Gange. Wie…
Blog der Verkehrsunfallabwicklung | 10. August 2006 — Mit sage und schreibe 211 Stundenkilometern hat die Polizei auf einer Landstraße im münsterländischen Kreis Warendorf ein Auto …
Anwalt bloggt | 16. Mai 2006 — Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat in einer Pressemitteilung vom 15. Mai 2006 zur geplanten Föderalismusreform wie folgt Ste…
beck-blog | 31. März 2009 — Baden-Württemberg hat ein eigenes Justizvollzugsgesetz auf den Weg gebracht. Damit sollen u.a. die Untersuchungs- und Strafhaft…