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EXitus

am 07.04.2007 von Kleinblog | David Klein

Früher (TM) war alles besser: trennte man sich (was ja eigentlich eh nicht vorkam), dann folgte ein schöner, sauberer Rosenkrieg. Mit gebratenen Haustieren und dem obligatorischen Farbstrich quer durchs gemeinsam bewohnte Haus. Oder man entledigte sich seines Partners mit einer gepflegten Hinrichtung . Dann kam das Internet.
Heute endet eine Beziehung oftmals (nur noch) mit den sprichwörtlichen Scherben und dem selten tödlichen Rufmord. Der verlassene Partner bastelt eine Website, auf der er/sie sich genüßlich über die besonderen Qualitäten des/der Ex ausläßt. Und er/sie stellt echte und gefälschte Videos und Bilder bei den bekannten Palttformen ins Netz. Oder schleust die Dateien in das P2P-Netzwerk ein. Blicken lassen kann sich anschließend keiner der beiden Streithähne (bzw. -hennen) mehr - Google und Konsorten sei dank. Stellt sich die Frage: wo hört der Spaß auf und beginnt der strafbare Ernst?
Den Ex ignorieren, neues Leben beginnen: damals wie heute ist es keine gute Idee, noch ein paar letzte Worte loszuwerden.

Der Klassiker: Spaß mit dem Nacktfoto


Dank Youtube und Konsorten ist die massenhafte unkontrollierte Verbreitung von Videos kein (technisches) Problem mehr. Peinliche Fotos gibt es im Zeitalter der Digitalknipse in rauen Mengen - was liegt also näher, als diese “versehentlich” zu verbreiten? Oder das Urlaubsvideo mit den freizügigen Strandszenen? Zumeist war das heutige Opfer seinerzeit mit den Aufnahmen einverstanden. Und hat nur vergessen, daß die Fotos noch irgendwo ihren digitalen Winterschlaf fristen. Selbstbewußte Persönlichkeiten stört das nicht: ihnen reicht der Vergütungsanspruch, der sich aus der Veröffentlichung ergibt. Zartere Naturen möchten aber wohl eher verhindert wissen, daß immer neue …

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