Die Unireps sind im Kommen!
Juraexamen.info | 4. September 2010 — In der letzten Zeit hatten wir bereits in einigen Artikeln von den Streitigkeiten zwischen der Universität Göttingen und einem …
Die Frage, wie man sich richtig auf das Examen vorbereitet, stellt sich jedem Jurastudenten. Und vor dem zweiten Staatsexamen auch dem Referendar.
Eine gewichtige Rolle spielt dabei die Frage, ob man ein kommerzielles Repetitorium besucht oder nicht. Ich persönlich kenne nur sehr wenige Leute, die sich getraut haben, ohne den vorherigen Besuch eines kommerziellen Repetioriums ins Examen zu gehen. Diejenigen, die ich kenne haben es allerdings alle geschafft, zum Teil auch sehr gut. Einig sind sich auch viele, die ein Repetitorium besucht haben, wenn man sie nach dem Examen fragt, dass sie es auch ohne Rep geschafft hätten.
I. Die Bedeutung des Repetitoriums vor dem ersten Examen
1. Das kommerzielle Repetitorium
Warum besuchen dann doch die meisten Jurastudenten am Ende des Studiums ein kommerzielles Rep?
Dafür gibt es viele Gründe:
Die kommerziellen Repetitorien bieten in aller Regel Jahreskurse an, wobei sie versprechen, alles examensrelevante Wissen zu vermitteln. Dies ist zwar eine recht kühne Behauptung. Richtig ist jedoch, dass man in einem einjährigen Kurs eine solide Basis an Wissen vermitteln kann, die für das Bestehen (auch für das gute Bestehen) des ersten Examens ausreicht. Ob in dem Jahreskurs dann tatsächlich alles besprochen wurde, was in der einzelnen Examenskampagne läuft, ist eine andere Frage. Dazu muss man sagen, dass man ganz allgemein nicht mit der Erwartung ins Rep gehen sollte, jede mögliche Fallgestaltung, die einen im Examen erwarten kann, vorgekaut zu bekommen. Lernt man nämlich nur Fälle auswendig, die man schon mal behandelt hat, wird man im Einzelfall versuchen den Sachverhalt in die auswendiggelernte Lösung zu pressen und verliert den Blick für die Besonderheiten des Einzelfalles. Ein guter Jurist muss aber eben auch mit einem völlig unbekannten Fall umgehen können.
Ein zweites Argument für den Besuch eines kommerziellen Repetitoriums ist, dass man für die Dauer des Kurses einen geregelten Tagesablauf vorgesetzt bekommt und einem ein Großteil der Verantwortung für die Vorbereitung auf das Examen genommen wird. Man muss nicht mehr selbst überlegen: „Was lerne ich, was lasse ich weg…. In welchem Umfang beschäftige ich mit diesem oder jenem?“ Dies ist sicher ein Vorteil, zumal Repetitoren in der Regel Erfahrung damit haben, was examensrelevant ist und was weniger. Auf der anderen Seite kann sich ein gut organisierter Jurastudent einen solchen Lernplan grundsätzlich auch selbst erstellen, z.B. anhand der Stoffkataloge in der JAO.
Für den Besuch eines Repetitoriums spricht weiter, dass man, wenn man alleine lernt, größere Gefahr läuft zwischenzeitlich in Motivatonstiefs zu fallen und mit dem inneren Schweinehund in Konflikt zu geraten. Hat man täglich Kurse zu besuchen, geht man in aller Regel hin.
Das nächste Argument ist meiner Ansicht nach auch nicht zu unterschätzen. Als Jurastudent…
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