Examen ohne Rep – ein Erfahrungsbericht
examensrelevant.de | 6. Oktober 2009 — Heute erscheint auf examensrelevant.de der erste Gastbeitrag. Er kommt von Maria Rüger, die an der Universität Passau Jura stud…
Heute erscheint auf examensrelevant.de der erste Gastbeitrag. Er kommt von Maria Rüger, die an der Universität Passau Jura studiert hat und 2009 erfolgreich ihr erstes Staatsexamen abgelegt hat. Hier schildert sie ihre Erfahrungen mit der Examensvorbereitung ohne kommerzielles Repetitorium.
Nach den großen Scheinen kommt für uns Jura-Studenten die große Entscheidung: Gehe ich in ein kommerzielles Repetitorium oder wage ich es die Examensvorbereitungen auf eigene Faust anzugehen? Viele von uns sind immer noch verunsichert. Schließlich hängt von dem Bestehen unsere Zukunft als Juristen ab. Ich habe auf das kommerzielle Repetitorium verzichtet und habe das erste Examen sicher bestanden. Hier nun ein paar Erfahrungen, die ich aus meiner Examenszeit erlangt habe:
Die Entscheidung
Man sollte die Entscheidung nicht vorrangig von der finanziellen Seite abhängig machen. Auch wenn man sich die Gebühr ohne Probleme leisten kann, sollte man sich fragen, ob es wirklich hilfreich ist diesen Kurs zu besuchen. Auszugehen ist immer vom eigenen Lernverhalten. Lerne ich wirklich was, wenn ich innerhalb einer großen Gruppe eine umfangreiche Menge an Stoff vermittelt bekomme? Man sollte bedenken, dass der Stand der Vorkenntnisse der Studenten völlig unterschiedlich ist. Die Kurse nehmen zudem einen großen Zeitumfang in Anspruch, so dass wenig Zeit zum Nacharbeiten bleibt. Viele Studenten brauchen deshalb nach dem kommerziellen Repetitorium noch Zeit, um das zu wiederholen, was sie noch nicht verstanden haben. Einige dieser Erkenntnisse bekommt man mitunter in einer selbstständigen Vorbereitung viel eher. Auch wenn die Herausforderung zunächst groß erscheint, ist der selbstständige Weg zum Examen mit einigen Tricks viel leichter und oft auch erfolgreicher als man denkt.
Der Stoff
Das große Fragezeichen am Anfang der Examensvorbereitung, ist der Überblick über den Stoff, den man noch mal wiederholen muss bzw. vertiefen muss. Und wie so oft hilft hier ein Blick ins Gesetz: In den jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen steht explizit, was geprüft wird. In den Lehrbüchern und Skripten findet man die wichtigen dazugehörigen Teilbereiche. Man sollte sich klar darüber werden, was man bereits kann und wo man Probleme hat und dies am besten in einer Liste markieren. Das ist wichtig für die spätere Zeiteinteilung.
Der Lernplan
Hat man die Stoffliste zusammen, muss ein Lernplan erstellt werden. Er hilft, ein Ziel vor den Augen zu behalten und sich immer wieder kleine Erfolge zu verschaffen, wenn man wieder ein Themenbereich abgehandelt hat. So wie jeder von uns verschieden lernt, gibt es kein Patentrezept für die Zeitdauer auf welche man diesen Plan anlegt und wie detailliert man ihn erstellt. Ob man sich ein halbes Jahr oder anderthalb Jahre Vorbereitungszeit gibt, hängt von vielen Faktoren ab. Man sollte sich fragen, ob man besser unter Zeitdruck lernt …
» Vollständiger ArtikelErschienen 6. Oktober 2009 auf http://www.examensrelevant.de.
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