Versuchter Mord: Sieben Jahre Haft gefordert
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Weil er seine Ex-Freundin und einen völlig unbeteiligten Mann auf offener Straße in Grombühl brutal niedergestochen hat, muss ein eifersüchtiger Mann für acht Jahre ins Gefängnis. Das Schwurgericht verurteilte den 30-jährigen Küchenhelfer wegen Mordversuch und versuchtem Totschlag, jeweils in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
"Aus enttäuschter Liebe und Eifersucht", so der Vorsitzende Richter Reiner Gündert, stach der 30-Jährige am Abend des 7. Oktober 2006 vor einem Haus in der Grombühlstraße insgesamt 13-mal voller Wut auf seine ehemalige Lebensgefährtin ein. Selbst als die 28-Jährige in ihrem eigenen Blut am Boden lag, ließ er nicht von ihr ab. Schon die Beziehung mit dem Küchenhelfer war schwierig, mehrmals musste bei Streitereien die Polizei eingreifen. Auch mit der Trennung konnte sich der Küchenhelfer nicht abfinden. Monatelang stellte er der Frisörin nach, selbst eine gerichtliches Kontaktverbot beeindruckte ihn nicht. Im Bekanntenkreis drohte er immer wieder, er werde die Frau umbingen, falls er einen anderen Mann bei ihr sehe.
Unschuldiges Opfer der blutigen Messerattacke wurde ein 23-jähriger US-Soldat, den der Messerstecher irrtümlich für den neuen Freund seiner Ex-Freundin hielt. In Wahrheit war es nur ein Bekannter der Frau: „Das ist besonders schlimm. Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort“, sagte Gündert. Sechsmal stach der Küchenhelfer auf den vermeintlichen Nebenbuhler ein, dann griff er die 28-Jährige an. Beide Opfer überlebten schwer verletzt und werden durch große Narben ihr Leben lang an das Geschehen erinnert werden. Dem eiferüchtigen Messerstecher kam zugute, dass er bei seiner brutalen Bluttat im Zustand verminderter Schuldfähigkeit handelte. Der psychiatrische Sachverständige Dr. Detlef Blocher hat bei ihm eine Anpassungsstörung als Folge von Kopfverletzungen im Kindesalter festgestellt.
Neben dem Küchenhelfer auf der Anklagebank saß ein ebenfalls 30 Jahre alter Koch, der wegen seiner „massiven Beihilfe“ zum…
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