Ex-Freundin mit Zigarette gequält
am 08.12.2006 von schreibmaschine
Weil
er seine Ex-Freundin in der Disko mit einer brennenden Zigarette
misshandelt hat, wurde ein 21-jähriger Arbeitsloser vom Amtsgericht Würzburg zu 16 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung
verurteilt. Der Angeklagte streitet die Tat ab, das Urteil ist noch
nicht rechtskräftig.
Strafrichter
Peter Wohlfahrt machte aus seinem Herzen wie immer keine Mördergrube:
„Diese Tat war menschenverachtend und bösartig.“ Nach zwei
Verhandlungsterminen mit einer ganzen Reihe von Zeugen hatte
Wohlfahrt keinerlei Zweifel daran, dass der 21-Jährige das
gemacht hat, was ihm die Anklage vorwarf. Auch nach dem Ende ihrer
viereinhalbjährigen Beziehung traf der Angeklagte seine
gleichaltrige Freundin immer wieder in einer Würzburger
Diskothek, die beide gerne besuchen. An einem Abend im Februar kam es
dort zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf der 21-Jährige
seine Ex-Freundin festhielt und sie mit einer brennenden Zigarette an
sieben Stellen am Arm, im Gesicht und am Hals verbrannte. Am Ende
drückte er die Zigarette auf der Haut am Bauch der jungen Frau
aus.
Aussagen,
die den Angeklagten entlastet hätten, gab es in dem Prozess
keine. Außer seiner eigenen: „Ihre Schmerzen tun mir leid,
aber ich war es nicht“, sagte der Arbeitslose. Es sei immerhin
denkbar, dass sich seine Ex-Freundin die sieben Brandverletzungen
selbst beigebracht habe, „aus Eifersucht oder um ihm zu schaden“,
fügte der Verteidiger hinzu und beantragte einen Freispruch.
Damit war er bei Wohlfahrt an der falschen Adresse: „Dass das nicht
sein kann, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand“, so der
Richter. Denn mit ihren Brandverletzungen ging die junge Frau nicht
zur Polizei, um ihren Ex-Freund anzuschwärzen. Aus Angst vor dem
Angeklagten, sagte sie vor Gericht. Auch während der Beziehung
hatte sie mehrmals Schläge von ihm hingenommen, bevor sie sich
zur Trennung entschloss. Erst zwei Wochen nach der Misshandlung mit
der Zigarette, als der Angeklagte auch noch ihr neues Auto zerkratzt
hatte, erstattete sie Anzeige.
„Sie
ist das Opfer einer ganz schlimmen Gewalttat“, betonte Wohlfahrt,
der Angeklagte habe durch die Misshandlung seine Verachtung
ausdrücken wollen. „Dich nimmt jetzt sowieso keiner mehr“,
hat der 21-Jährige laut Aussage seines Opfers gesagt, als er sie
mit der Zigarette quälte. Eineinhalb Jahre Gefängnis ohne
Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung und
Sachbeschädigung hatte der Staatsanwalt beantragt. Wohlfahrt
verurteilte den 21-Jährigen, der schon zweimal mit
Körperverletzungsdelikten in Erscheinung getreten ist, zu einem
Jahr und vier Monaten Freiheitsstrafe mit Strafaussetzung zur
Bewährung. Sollte der Angeklagte keine Rechtsmittel einlegen,
muss er sich als Bewährungsauflage nicht nur von seiner
Ex-Freundin fernhalten, sondern auch 240 Stunden soziale Hilfsdienste
ableisten, an einem Beratungsprogramm für gewalttätige
Männer teilnehmen und 1.000 Euro Schmerzensgeld an die junge
Frau bezahlen.
Misshandlung unter Jugendlichen: Zwei Jahre Jugendstrafe auf Bewährung
schreibmaschine / Nase gebrochen, mit der Zigarette verbrannt, Kopf unter Wasser getaucht: Als treibende Kraft hinter den brutalen Misshandlungen einer Schülerin ist eine 16-Jährige aus Ochsenfurt (Kreis Würzburg) am Mittwoch vom Amtsgericht Würzburg zu zwei Jahre…
Hiebe statt Liebe: 18 Monate Haft
schreibmaschine / Die Richter glaubten dem Opfer und nicht dem Angeklagten: Wegen gemeinschaftlichem Raub und Körperverletzung hat die 1. Strafkammer des Landgerichts gestern einen 34-jährigen Würzburger zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht hatte keine…
Mädchen musste dreimal von Brücke springen
schreibmaschine / Nase gebrochen, mit der Zigarette verbrannt, Kopf unter Wasser getaucht: Als treibende Kraft hinter den brutalen Misshandlungen einer Schülerin ist eine 16-Jährige aus Ochsenfurt (Kreis Würzburg) am Dienstag vom Amtsgericht Würzbu…
Mordversuch aus Eifersucht?
schreibmaschine / Wegen versuchtem Mord aus Eifersucht, gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung muss sich seit heute ein 51-jähriger Koch vor dem Schwurgericht in Würzburg verantworten. Der Mann hat gestanden, seine langjährige Lebensgefährtin in d…
Trennung nicht akzeptiert
schreibmaschine / Dringend erwachsen werden muss ein 24-jähriger Würzburger, der die Trennung von seiner Freundin nicht verwinden konnte. Um die Studentin zurückzubekommen, terrorisierte er sie mehrere Monate lang und überschritt dabei immer w…
Stalking-Opfer Jil Sander: 15 Monate Haft für Täterin
strafblog / Eine 33-jährige Frau, welche die Modeschöpferin Jil Sander und deren Freundin über mehrere Jahre hinweg verfolgt, terrorisiert und auch mit dem Tode bedroht hat, ist vom Hamburger Landgericht heute zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten ohne BewÅ
