EuGH: Google-Adwords-System verstößt nicht gegen das Markenrecht
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 23. März 2010 — EuGH, Urteil vom 23.03.2010, Az. C-236/08 bis C-238/08 Art. 5 Abs. 1 lit. a. EU-RL 89/104; Art. 14 EU-RL 2000/31 Der EuGH…
Urteil des EuGH in den verbundenen Rechtssachen C‑236/08 bis C‑238/08
betreffend Vorabentscheidungsersuchen nach Art. 234 EG, eingereicht von der Cour de cassation (Frankreich) mit Entscheidungen vom 20. Mai 2008, beim Gerichtshof eingegangen am 3. Juni 2008, in den Verfahren
Google France SARL,
Google Inc.
gegen
Louis Vuitton Malletier SA (C‑236/08)
und
Google France SARL
gegen
Viaticum SA,
Luteciel SARL (C‑237/08)
und
Google France SARL
gegen
Centre national de recherche en relations humaines (CNRRH) SARL,
Pierre-Alexis Thonet,
Bruno Raboin,
Tiger SARL (C‑238/08)
Aus diesen Gründen hat der Gerichtshof (Große Kammer) für Recht erkannt:
1. Art. 5 Abs. 1 Buchst. a der Ersten Richtlinie 89/104/EWG des Rates vom 21. Dezember 1988 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Marken und Art. 9 Abs. 1 Buchst. a der Verordnung (EG) Nr. 40/94 des Rates vom 20. Dezember 1993 über die Gemeinschaftsmarke sind dahin auszulegen, dass der Inhaber einer Marke es einem Werbenden verbieten darf, auf ein mit dieser Marke identisches Schlüsselwort, das von diesem Werbenden ohne seine Zustimmung im Rahmen eines Internetreferenzierungsdienstes ausgewählt wurde, für Waren oder Dienstleistungen, die mit den von der Marke erfassten identisch sind, zu werben, wenn aus dieser Werbung für einen Durchschnittsinternetnutzer nicht oder nur schwer zu erkennen ist, ob die in der Anzeige beworbenen Waren oder Dienstleistungen von dem Inhaber der Marke oder einem mit ihm wirtschaftlich verbundenen Unternehmen oder vielmehr von einem Dritten stammen.
2. Der Anbieter eines Internetreferenzierungsdienstes, der ein mit einer Marke identisches Zeichen als Schlüsselwort speichert und dafür sorgt, dass auf dieses Schlüsselwort Anzeigen gezeigt werden, benutzt dieses Zeichen nicht im Sinne von Art. 5 Abs. 1 und 2 der Richtlinie 89/104 bzw. Art. 9 Abs. 1 der Verordnung Nr. 40/94.
3. Art. 14 der Richtlinie 2000/31/EG des Europäisch…
» Vollständiger ArtikelErschienen 23. März 2010 auf http://www.markenblog.de.
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 23. März 2010 — EuGH, Urteil vom 23.03.2010, Az. C-236/08 bis C-238/08 Art. 5 Abs. 1 lit. a. EU-RL 89/104; Art. 14 EU-RL 2000/31 Der EuGH…
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beck-blog | 23. März 2010 — Endlich ein Ende mit dem ewigen Streit rund um die markenrechtliche Zulässigkeit von Google-Ad-Werbung. Der EuGh zeichnet Googl…
Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 10. Mai 2010 — EuGH Beschluss vom 26.03.2010 C-91/09 Bananabay Google-AdWords Nunmehr hat der EuGH entschieden, dass ein Markeninhaber einem Drit…
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MEDIEN INTERNET und RECHT | 15. Juni 2008 — 1. Art. 5 Abs. 1 und 2 der Ersten Richtlinie 89/104/EWG des Rates vom 21. Dezember 1988 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der…
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Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 10. Mai 2010 — EuGH, Urteil vom 26.03.2010, Az. C-91/09 Art. 5 Abs. 1 lit. a EU-RL 89/104 Der EuGH hat entschieden, dass der Inhaber einer…