Glücksspiel-Monopol und die Verhältnismäßigkeit der Kontrollsysteme
Rechtslupe | 12. Oktober 2011 — Nur wenn mit dem Glücksspiel-Monopol das Ziel der Bekämpfung der mit diesen Spielen verbundenen Gefahren in systematischer und …
EuGH Urteil vom 15.09.2011 C‑347/09 Staatliches Glückspielmonpol Die Entscheidung des EuGH: 1. Das Unionsrecht und insbesondere Art. 49 EG stehen einer Regelung, die den Verstoß gegen ein Betriebsmonopol für Glücksspiele wie das in der im Ausgangsverfahren fraglichen nationalen Regelung vorgesehene Betriebsmonopol für Internet-Kasinospiele unter Strafe stellt, entgegen, wenn eine solche Regelung nicht mit den Bestimmungen dieses Rechts vereinbar ist. 2. Art. 49 EG ist dahin auszulegen, dass er auf Glücksspieldienstleistungen anwendbar ist, die im Hoheitsgebiet eines Aufnahmemitgliedstaats von einem Wirtschaftsteilnehmer mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat über das Internet angeboten werden, obwohl dieser Wirtschaftsteilnehmer – sich im Aufnahmemitgliedstaat mit einer bestimmten EDV-Infrastruktur wie etwa einem Server ausgestattet hat und – EDV-Supportleistungen eines im Aufnahmemitgliedstaat ansässigen Dienstleisters in Anspruch nimmt, um seine Dienstleistungen Verbrauchern zu erbringen, die ebenfalls in diesem Mitgliedstaat ansässig sind. 3. Art. 49 EG ist dahin auszulegen, a) dass ein Mitgliedstaat, der bestrebt ist, ein besonders hohes Schutzniveau für Verbraucher im Glücksspielsektor zu gewährleisten, Grund zu der Annahme haben kann, dass nur die Errichtung eines Monopols zugunsten einer einzigen Einrichtung, die von den Behörden genau überwacht wird, ihm erlaubt, die Kriminalität in diesem Sektor zu beherrschen und das Ziel, Anreize für übermäßige Spielausgaben zu vermeiden und die Spielsucht zu bekämpfen, hinreichend wirksam zu verfolgen; b) dass, um mit den Zielen der Kriminalitätsbekämpfung und der Verringerung der Spielgelegenheiten im Einklang zu stehen, eine nationale Regelung, mit der ein Glücksspielmonopol errichtet wird, das dem Inhaber des Monopols ermöglicht, eine Expansionspolitik zu verfolgen, – auf der Feststellung beruhen muss, dass kriminelle und betrügerische Aktivitäten im Zusammenhang mit den Spielen und die S…
» Vollständiger ArtikelErschienen 16. September 2011 auf http://www.beckmannundnorda.de/serendipity/.
Rechtslupe | 12. Oktober 2011 — Nur wenn mit dem Glücksspiel-Monopol das Ziel der Bekämpfung der mit diesen Spielen verbundenen Gefahren in systematischer und …
Streitsache / Blog | 8. März 2007 — Leitsätze: 1. Eine nationale Regelung, die die Ausübung von Tätigkeiten des Sammelns, der Annahme, der Bestellung und der Übertrag…
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 11. September 2009 — EuGH, Urteil vom 08.09.2009, Az. C‑42/07 Art. 49, 234 EGV In diesem Vorabentscheidungsersuchen hatte der EuGH über das port…
Rechtslupe | 5. Juli 2011 — Ein Monopol für Pferdewetten außerhalb von Rennplätzen kann nach einem aktuellen Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union…
beck-blog | 3. März 2012 — Man mag gar nicht mehr neue Entscheidungen zum Führerscheintourismus lesen, so ausgelutscht scheint dieses Thema. Jetzt gibt e…
beck-blog | 24. September 2009 — Es schien mittlerweile eigentlich alles entschieden - nun hat der EuGH nochmals zum "EU-Führerschein" Stellung bezogen. Diesmal…
Verkehrsrecht Blog | 21. Mai 2011 — Dazu der EuGH in seiner Entscheidung vom 19.05.2011 (C 184/10) wie folgt:“Die Art. 1 Abs. 2, 7 Abs. 1 Buchst. b sowie 8 Abs…
Heymanns Strafrecht Online Blog | 22. November 2011 — Ein Autor des VRR hat mich auf den am 10.1.1.2011 gestellten Schlussantrag des Generalanwalts in der noch beim EuGH anhängigen …
Unternehmensrechtliche Notizen | 18. Dezember 2008 — “Die Art. 43 EG und 48 EG sind beim gegenwärtigen Stand des Gemeinschaftsrechts dahin auszulegen, dass sie Rechtsvorschriften eine…
Rechtslupe | 14. September 2009 — Das nach portugiesischem Recht bestehende Verbot für Wirtschaftsteilnehmer wie BWin, Glücksspiele über das Internet anzubieten,…