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EuGH: Grenzüberschreitende Abführung von Dividenden

am 14.12.2006 von http://www.steuerrechtblog.de

EuGH-Urteil vom 12.12.2006 - C-374/04 und
EuGH-Urteil vom 12.12.2006 - C-446/04
Dazu Pressemitteilung die des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) Nr. 96/06:
“Nach dem im Vereinigten Königreich geltenden Recht ist eine gebietsansässige Gesellschaft, die Gewinne ausschüttet, zur Steuervorauszahlung in Form der “advance corporation tax” (ACT) verpflichtet. Eine gebietsansässige Gesellschaft, die solche Dividenden bezieht, muss auf diese Dividenden keine Körperschaftsteuer entrichten, und ein System von Steuergutschriften für gebietsansässige Anteilseigner, seien es Gesellschaften oder natürliche Personen, stellt grundsätzlich sicher, dass die Gewinne nur einmal besteuert werden. Dagegen erhalten gebietsfremde Anteilseigner keine solche Steuergutschrift, außer wenn ein Doppelbesteuerungsabkommen es vorsieht.
Bezieht eine im Vereinigten Königreich ansässige Gesellschaft Dividenden, die von einer dort nicht ansässigen Gesellschaft ausgeschüttet werden, so unterliegen diese Dividenden zwar der Körperschaftsteuer, begründen jedoch einen Anspruch auf Steuerentlastung für die Quellensteuer, die im Staat des Sitzes der ausschüttenden Gesellschaft erhoben wurde. Kontrolliert die gebietsansässige Gesellschaft 10 % oder mehr der Stimmrechte der ausschüttenden Gesellschaft, so kann sie die Körperschaftsteuer, die die ausschüttende Gesellschaft im Staat ihres Sitzes entrichtet hat, auf ihre Steuerschuld anrechnen. Schüttet die gebietsansässige Gesellschaft diese Dividenden wiederum an ihre eigenen Anteilseigner aus, so muss sie ACT entrichten. Sie kann dann dafür optieren, dass eine solche Dividende als “ausländischer Dividendenertrag” (”Foreign Income Dividend”, im Folgenden: FID) qualifiziert wird, auf den zwar ACT zu entrichten ist, der jedoch eine Erstattung hinsichtlich der überschüssigen ACT ermöglicht. Die ACT ist innerhalb von vierzehn Tagen nach dem Quartal, in dem die Dividende gezahlt wurde, zu entrichten, doch kann die überschüssige ACT erst neun Monate nach Ende des Geschäftsjahrs erstattet werden. …

EuGH: gleicher Steuersatz für Dividenden gebietsansässiger Gesellschaften und Dividenden in einem anderen Mitgliedstaat ansässiger Gesellschaften in Ordnung

STEUERRECHT / EuGH-Urteil vom 14.11.2006 - C-513/04 Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat es im o.g. Urteil gebilligt, dass ein Mitgliedstaat die Dividenden gebietsansässiger Gesellschaften und die Dividenden in einem anderen Mitgliedstaat ansässiger Ges…

Entscheidung des Gerichtshof (EuGH) zur Verlustanrechnung

Rechtblog / Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat am Dienstag das pauschale Verbote grenzüberschreitender Verlustanrechnungen durch Unternehmen gekippt. Es verstößt jedoch gegen die Niederlassungsfreiheit, der gebietsansä…

Doppelbesteuerung bei Dividenden

Blickpunkt Recht & Steuern / Einem EU-Mitgliedsland ist es nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs erlaubt, die Dividenden gebietsansässiger Gesellschaften und die Dividenden in einem anderen Mitgliedstaat ansässiger Gesellschaften einem gleichen einheitlichen Steuers…

Grenzüberschreitende Verlustverrechnung

Blickpunkt Recht & Steuern / Die EU-Mitglieder können den EU-weit und damit grenzüberschreitend agierenden Konzernen nicht generell verbieten, Verluste ihrer Auslandstöchter in der Heimat anzurechnen, derartige pauschalen Verbote sind mit EU-Recht nicht vereinbar,…

EuGH: Mitgliedstaat darf eine Steuergutschrift nicht nur für Dividenden einer inländischen Kapitalgesellschaft gewähren - “Meilicke”

STEUERRECHT / EuGH-Urteil vom 06.03.2007 - C-292/04 “Meilicke” Pressemitteilung Nr. 19/07 des Europäischen Gerichtshofes (EuGH): “Da dieser Aspekt der Kapitalverkehrsfreiheit bereits seit dem Urteil Verkooijen, dessen zeitliche Wirkung der Geri…

Dividenden von EU-Tochtergesellschaften

Blickpunkt Recht & Steuern / Die Artikel 43 EG-Vertrag und 31 des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum stehen nach einem heute verkündeten Urteil des Europäischen Gerichtshofs einer Regelung eines Mitgliedstaats entgegenstehen, nach der Finanzierungsaufwendungen e…

Grenzüberschreitende Fusion in der EU

Blickpunkt Recht & Steuern / Die generelle Ablehnung der Eintragung einer Verschmelzung von Gesellschaften in das Handelsregister in Deutschland, wenn eine der Gesellschaften ihren Sitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat hat, verstösst gegen das Gemeinschaftsrecht, wie jetzt…

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Michael Kaiser

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