EU droht mit verschärftem Verfahren wegen VW-Gesetz
Reuters | 12. November 2008 — Berlin (Reuters) - Im Streit um das VW-Gesetz hat die EU-Kommission ein schärferes Vorgehen gegen die Bundesregierung noch dies…
Berlin (Reuters) - Im Streit um das VW-Gesetz hat die EU-Kommission eine schärferes Vorgehen gegen die Bundesregierung noch in diesem Jahr angedroht.
"Wir werden die zweite Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland noch vor Weihnachten einleiten", sagte EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. Damit rückt eine zweite Klage der EU-Kommission gegen Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) näher. Die Kommission könnte sie dem Bericht zufolge bereits in zwei Monaten einreichen, sollte die Bundesregierung ihre Novelle zum VW-Gesetz nicht ändern.
Dies ist nicht zu erwarten, da in Berlin am Donnerstag der Bundestag der Novelle zustimmen dürfte. Die Bundesregierung hatte das VW-Gesetz, das dem zweitgrößten VW-Eigner Niedersachsen weiterhin ein Veto-Recht bei wichtigen Unternehmensentscheidungen einräumt, nach dem EuGH-Urteil vom vergangenen Herbst geändert. Der EuGH hatte damals zentrale Punkte des Gesetzes gekippt. So darf der Stimmrechtsanteil eines einzelnen Aktionärs nicht länger auf 20 Prozent begrenzt werden. Das betrifft vor allem den Mehrheitseigner Porsche. Zudem dürfen Bund und Niedersachsen nicht mehr je zwei Aufsichtsratsmitglieder stellen, die Sperrminorität von 20 Prozent soll abgeschafft werden. Der Entwurf der Bundesregierung für ein neues VW-Gesetz erfüllt zwar die beiden ersten Punkte, erhält aber die Sperrminorität.
Der größte VW-Eigner Porsche dagegen will das VW-Gesetz abgeschafft sehen: Nur wenn die Sperrminorität auf 25 Prozent angehoben würde, hätte der Sportwagenbauer die Chance, einen Beherrschungsvertrag durchzusetzen. Porsche will im kommenden Jahr einen Anteil an VW von 75 Prozent erreichen und einen solchen Vertrag abschließen. Der volle Durchgriff des Porsche-Managements auf VW wäre dann gesichert.
Reuters | 12. November 2008 — Berlin (Reuters) - Im Streit um das VW-Gesetz hat die EU-Kommission ein schärferes Vorgehen gegen die Bundesregierung noch dies…
Reuters | 28. November 2008 — Berlin (Reuters) - Deutschland steuert mit der Zustimmung des Bundesrates zum VW-Gesetz auf ein neues juristisches Kräftemessen…
Reuters | 24. Juli 2009 — Berlin (Reuters) - Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, die neu aufkei…
Reuters | 30. Januar 2009 — Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung will sich nur vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu einer neuerlichen Änderung des bere…
Reuters | 30. Juni 2008 — Berlin (Reuters) - Im Streit über das Volkswagen-Gesetz hat EU-Industriekommissar Günter Verheugen der Bundesregierung mit eine…
Reuters | 12. September 2008 — Wolfsburg (Reuters) - Rund 40.000 VW-Mitarbeiter haben nach Gewerkschaftsangaben am Freitag vor der Konzernzentrale in Wolfsbur…
Reuters | 19. September 2008 — Berlin (Reuters) - Im Streit um das VW-Gesetz versucht Baden-Württemberg die übrigen Bundesländer gegen die Sonderrechte Nieder…
Reuters | 12. September 2008 — Berlin (Reuters) - Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat sich vor der Aufsichtsratssitzung beim Autobauer Volksw…
Reuters | 24. Juli 2009 — Berlin (Reuters) - Der Ausgang des Übernahmestreits von Volkswagen und Porsche hat Forderungen nach einer Abschaffung des VW-Ge…
Reuters | 27. November 2008 — Brüssel (Reuters) - Die EU-Kommission hat im Streit um das VW-Gesetz das Verfahren gegen Deutschland verschärft. Deutschland …