Erst das Meeting, dann die Party

Heute war die Feierabend-Party, die der CEO schon an meinem ersten Tag ankündigte. Ungefähr zwei Stunden zuvor war noch ein Meeting. Zunächst habe ich mir nichts dabei gedacht. Die einzelnen Teams machen hier andauernd irgendwelche Meetings, in denen sie sich kurzschließen. Dieses Meeting war aber ein besonderes, denn es betraf alle Mitarbeiter. Ich war etwas verwirrt, als ich also von einer Sekunde auf die andere hinzugeholt wurde und erfuhr dann, dass diese Art Meeting so alle paar Wochen durchgeführt wird. Der Inhalt des Meetings hat mich dann völlig umgehauen. Der CEO hielt mit Hilfe von "Power Point" einen Vortrag darüber, was im letzten Jahr wirtschaftlich erreicht wurde und wo wir nun gegen Ende des ersten Quartals dieses Jahres stehen. Dabei lobte er das gesamte Team über den grünen Klee und sagte, dass es schon jetzt wieder alles total rosig ausschaut. Er sagte sinngemäß: "Es ist nicht meine Firma, es ist unsere Firma. Ihr macht alle einen tollen Job." Derartige Motivation ist möglicherweise üblich hier in den USA, aber ich war besonders fasziniert darüber, dass in der Power-Point-Präsentation die nackten Zahlen offengelegt wurden. Es wurde zwar ausdrücklich auf die Vertraulichkeit hingewiesen, aber immerhin wurden sie offengelegt. Ich weiß nicht, ob das in Deutschland funktionieren würde, denn da würden sich vermutlich die meisten Arbeitnehmer denken: "Und warum verdiene ich dann nicht mehr?" o.ä. Hier funktioniert das offensichtlich perfekt. Die Party war auc…

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Themen: Referendariat , New York , Vortrag , Usa , Motivation , Job , Power Point , Ausland

Erschienen 6. März 2010 auf http://stattaller.blogspot.com/.

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