Ermittlungsverfahren gegen Schwimmtrainer Stefan Lurz eingestellt

Gut fünf Monate dauerten die Ermittlungen, jetzt hat die Staatsanwaltschaft Würzburg die Verfahren gegen Schwimmtrainer Stefan Lurz wegen des Verdachts sexueller Übergriffe auf eine 15-jährige Schwimmerin eingestellt. Die Jugendliche hatte den 33-Jährigen zunächst bezichtigt, sie gegen ihren Willen zu Intimitäten gezwungen zu haben. Im Laufe des Ermittlungsverfahrens nahm sie den Großteil der Vorwürfe zurück.

„Soweit dem Beschuldigten mehrere Fälle der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung zur Last lagen, erfolgte die Einstellung des verfahrens, da ein Tatnachweis nicht geführt werden konnte“, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Dietrich Geuder gestern in knapper Form mit. Die Schwimmerin habe ihre Anschuldigungen, die sexuellen Handlungen seien gegen ihren Willen erfolgt, „zum überwiegenden Teil zurückgezogen“, so Geuder.

Lurz, der ältere Bruder des neunfachen Schwimmweltmeisters Thomas Lurz, ist Vereinstrainer beim SV 05 Würzburg und Bundestrainer für die Langstrecke des Deutschen Schwimmverbandes. Er wurde bei der Rückkehr von den Europameisterschaften in Budapest Anfang August mit den Vorwürfen konfrontiert und beteuerte seine Unschuld. Nach seiner Vernehmung blieb er auf freiem Fuß.

Anzeige erstattet hatte die Mutter der 15-jährigen Schwimmerin, die dem 33-Jährigen zunächst nicht nur sexuelle Handlungen gegen ihren Willen im Herbst 2009, sondern auch Übergriffe bei einem Trainingslager des Schwimmvereins im März 2010 vorgeworfen. Im ersten Fall ruderte die Jugendliche schon bald zurück, bereits im September war der Vorwurf der Vergewaltigung vom Tisch.

Weiter ermittelt wurde in Sachen „sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen“ wegen der Vor…

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Themen: Juristisches , Vergewaltigung , Unschuld , Budapest

Erschienen 21. Januar 2011 auf http://www.woetzel-online.info/.

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