Ermittlungen um “Bluttouristen” gehen weiter
am 20.03.2008 von SPORTRECHT
Obwohl es etwas still um die Wiener Blutbank-Affäre geworden ist, laufen die Ermittlungen der Wiener Staatsanwaltschaft im Hintergrund weiter. Offenbar läge der Staatsanwaltschaft auch erste belastendes Material vor.
Ein vager Verdacht, daß die Wiener Blutbank Humanplasma Sportler teilweise mit Blutdoping unterstützte, lag bereits November 2007 vor. Der ehemalige Chef der World Anti-Doping Agency (WADA), Richard Pound, bat den Wiener Staatssekretär Reinhold Lopatka um Aufklärung.
Nachdem zunächst Namen von Athleten aus einer angeblichen Liste zitiert wurden, verblaßte der Verdacht um die “Bluttouristen” wieder. Es fehlten handfeste Beweise.
Im Februar 2008 kam es dann zu einer anonymen Anzeige. An den Vorwürfen hatte sich nichts geändert. In schwarzer Tinte gedruckte Worte ließen sich diesmal aber nicht mehr so schnell aus der Welt schaffen. Erneut waren auch die Namen von Deutschen Wintersportler auf der Liste zu finden. Die Flucht nach vorne wurde angetreten; man sprach von einer “Riesensauerei”, so die die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin Uschi Disl und der DSV-Präsident Alfons Hörmann sprach von einer “hochgradig böswillige Rufmordkampagne”. Diesmal mußte die Wiener Staatsanwaltschaft jedoch die Ermittlungen aufnehmen. Blutdoping ist in Österreich nicht strafbar, aber in der Anzeige erhob man nun auch den Vorwurf …
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