Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung nach Love-Parade

Berlin (Reuters) - Nach der Katastrophe bei der Love-Parade in Duisburg ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung.

Die Ermittlungen richten sich gegen Unbekannt, sagte Staatsanwalt Rolf Haferkamp am Sonntag zu Reuters. Das Sicherheitskonzept der Veranstalter und der Stadt Duisburg sei noch am Wochenende beschlagnahmt worden. Bei einer Massenpanik während der Love-Parade am Samstag waren 19 Menschen getötet und 342 verletzt worden.

Das Sicherheitskonzept für die Musikveranstaltung wies offenbar Mängel auf: Ein internes Verwaltungsdokument zeigt nach Informationen von Spiegel Online, dass das Festgelände für maximal 250.000 Menschen freigegeben war. Die Veranstalter rechneten aber mit deutlich mehr als einer Million Teilnehmern.

Das Schriftstück vom 21. Juli 2010 trage den Titel "Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung" und richte sich an die Berliner Lopavent GmbH, die Veranstalter der Love-Parade, berichtete der Internetdienst. Die Behörden hätten darin die Organisatoren von bestimmten Vorschriften für Fluchtwege befreit und auch auf Feuerwehrpläne verzichtet. Dafür gaben sie den Ausrichtern der Party vor, dass die maximale Personenzahl, die sich gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände aufhalten darf, auf 250.000 Personen begrenzt werden müsse. Nach einer auch von der Polizei verbreiteten Schätzung der Veranstalter waren am Samstag rund 1,4 Millionen Menschen in die Ruhrgebietsstadt gekommen - eine Zahl, die die Polizei am Sonntag nicht mehr bestätigen wollte.



Quelle: Reuters (26. Juli 2010)

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Themen: Germany , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Disasters , China , Spain , Duisburg , Italy , Australia , Asia , Netherlands , General News , Leisure Facilities , Living And Lifestyle

Erschienen 26. Juli 2010 bei http://www.reuters.com.

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