Holzklotzverfahren beginnt mit Befangenheitsantrag
Strafverfahren - in Koblenz und anderswo | 4. November 2008 — Wie der Kollege Hoenig in seinem blog http://www.kanzlei-hoenig.info/kein-gutes-zeichen unter Hinweis auf einen Artikel von Giesel…
Heute Morgen beim Schöffengericht: angeklagt sind zwei aus Schwarzafrika stammende Männer, denen das Einschleusen von Ausländern vorgeworfen wird. Beide sprechen nur mäßig deutsch, aber gut englisch, weshalb ein öffentlich bestellter und allgemein vereidigter Dolmetscher für die englische Sprache vor Ort ist. Nun soll man meinen, dass so jemand in der Lage ist, simultan zu übersetzen. Dem war nicht so. Das Deutsch des Dolmetschers war nicht gut, dafür sein Englisch umso mäßiger. Hätte ihm die Anklageschift nicht in übersetzter Form vorgelegen, würden wir wahrscheinlich jetzt noch in Saal 108 sitzen und seiner Übersetzung lauschen. Er bekommt das mit dem Vorlesen der Anklage in englischer Sprache noch eben so hin und mir schwant schon, dass seine Übersetzungen weder strafprozessual so vorgesehen noch von den Beteiligten geduldet werden kann. Als dann der Vorsitzende die Angeklagten belehrt und der Dolmetscher dies übersetzen soll, gehts erst recht los: der Dolmetscher radebrecht nur die Hälfte dessen, was der Vorsitzende gesagt hat und vergisst die Stelle zu übersetzen, in der es heisst, dass die Angeklagten auch das Recht haben, zu schweigen. Protest seitens der Verteidigung, der Oberstaatsanwalt wirkt irritiert, der Vorsitzende runzelt die Stirn und kann sich die Bemerkung nicht verkneifen, dass er solche Probleme mit Dolmetschern noch nicht erlebt habe. Um die Verhandlung nicht platzen zu lassen, beschliesst man, es zunächst weiter mit ihm zu versuchen. Das Klassenziel aber ist erreicht als er während der Einlassung des Mitangeklagten zur Sache ein Gespräch zwischen Verteidiger und Staatsanwalt u.a. darüber, dass die vor der Tür wartende Zeugin die Wahrheit zu sagen hätte, damit übersetzt, dass er dem Angeklagten sagt, ER, also der Angeklagte, müsse vor Gericht die Wahrheit sagen. Ein Missverständnis, sicher, aber dass es aufgedeckt wurde, ist allein dem Umstand zu verdanken, dass nahezu alle Verfahrensbeteiligten englisch…
» Vollständiger ArtikelStrafverfahren - in Koblenz und anderswo | 4. November 2008 — Wie der Kollege Hoenig in seinem blog http://www.kanzlei-hoenig.info/kein-gutes-zeichen unter Hinweis auf einen Artikel von Giesel…
Strafverfahren - in Koblenz und anderswo | 5. März 2009 — Kennen Sie Denglisch? Nein? Ich bis gestern auch nicht. Heute weiß ich: es ist eine Mischung aus Deutsch und Englisch und wird mei…
Strafverfahren - in Koblenz und anderswo | 12. Oktober 2009 — Das sommerliche Dolmetscherdebakel wird heute hoffentlich keine Fortsetzung erfahren. Es geht weiter im Schleuserverfahren, dass A…
Strafverfahren - in Koblenz und anderswo | 10. März 2009 — Es übersetzte der Dolmetscher für die englische Sprache die Worte des denglisch sprechenden Angeklagen mit: "Er will ihr was schic…
Strafverfahren - in Koblenz und anderswo | 27. Oktober 2009 — Also ich spreche ihn nicht, den nigerianischen Dialekt Isha. Mein Mandant, angeklagt im Schleuserverfahren beim Schöffengericht Ko…
Strafverfahren - in Koblenz und anderswo | 16. November 2009 — Vergangene Woche ging´s weiter im "Schleuserverfahren" mit der alten TKÜ, aber einem neuen Dolmetscher. Zur Erinnerung: Dolmetsche…
Heymanns Strafrecht Online Blog | 30. Dezember 2010 — Na, ist das nicht – zumindest ein wenig – blauäugig, was das LG Tübingen in seinem Beschl. v. v. 04.08.2010 – 3 Qs 30/10 - sc…
Recht merkwürdig | 3. Dezember 2010 — Auch in Untervollmacht kann man Ungewöhnliches erleben. Der Mandant, thailändischer Herkunft, will geschieden werden. Mit der deut…
Strafverfahren - in Koblenz und anderswo | 3. Dezember 2009 — Heute war es soweit: Dolmetscher Nr. 4 im Schleuserverfahren betrat den Saal. Optisch war er schonmal besser als 1 bis 3 zusammen,…
strafblog | 10. April 2007 — Über einen von unserer Kanzlei vertretenen Mitgefangenen hatte sich der potenzielle Mandant an uns gewandt. Er sei in einer B…