Emmerich: Das Recht der Leistungsstörungen
am 17.03.2008 von http://www.jurakopf.de
Ein Buch, das mich wirklich begeistert hat, war “Das Recht der Leistungsstörungen” von Volker Emmerich, erschienen in der Reihe “JuS Schriftenreihe” beim Beck Verlag. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, denn was hier steht, ist in der Tat Pflichtstoff.
Die Leistungsstörungen sind im Schuldrecht immer der Schwerpunkt, doch wer mit bisherigen Büchern gelernt hat, der muss sich automatisch die Frage stellen, wie es denn sein kann, dass man bisher die Leistungsstörungen immer als Teil in einem Buch gelesen hat, während man hier gleich mehr als 450 Seiten zum Thema erhält. Die Antwort ist schmerzlich, aber passend: Es wurde bisher nunmal nirgendwo im Detail ausgeführt. Emmerich holt das nach - und er macht es gut.
Der Schreibstil ist nicht abgehoben, das Schriftbild flüssig - man kann es in Ruhe lesen und verstehen. Dabei orientiert sich das Buch an den 4 Strukturpunkten:
Anfängliche Leistungsstörungen
Nachträgliche Unmöglichkeit
Leistungsverzögerung und Schuldnerverzug
Sonstige Pflichtverletzung
Kritik muss ich dennoch erstmal anbringen, denn es nervt: Ich bin vielleicht ein “älteres Semester”, aber ich werde hoffentlich einer der letzten sein, der noch das so genannte “alte Schuldrecht” von vor 2002 zu nutzen gelernt hat. In aktuelle lehrbücher gehört es vielleicht noch rein, da man immer noch die Möglichkeit von Langzeitverträgen berücksichtigen muss, doch sollte es in ein eigenes Kapitel ausgelagert werden. Dass man gleich zu Beginn von §3 damit genervt wird erkläre ich mir persönlich nur damit, dass der Autor hier früher das (damals aktuelle) Schuldrecht stehen hatte und beim Überarbeiten einfach ein “alte Fassung” daraus machte. Schöner währe es, die Arbeit zu …
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