Einsatz von RFID-Technologie in Kleidung!

Der Einsatz von RFID-Technologie (Radio Frequency Identification – Identifizierung per Funk) wurde in der vergangenen Zeit von Datenschützern immer wieder kritisiert. Wir selbst berichteten letztes Jahr über die Forderung der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Berlin an die Bundesregierung, sich für mehr Datenschutz beim Einsatz von RFID-Technologie einzusetzen.

Bereits im Jahr 2003 verlieh der Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V. (FoeBuD) den so genannten Big Brother Award an die Metro AG für ihr Projekt “Future Store”, mit dem diese die RFID-Technologie propagieren wollte. Die Idee war, Barcodes auf Waren durch RFID-Chips zu ersetzen.

Nutzung von RFID-Chips durch Modelabels

Nunmehr geraten auch Modelabels in die Kritik, die die für den Verbraucher kaum wahrzunehmenden oder zu ertastenden Funkchips in ihren Kleidungsstücken integrieren. Bereits letztes Jahr war die italienische Modemarke Peuterey, deren Hauptvertriebssitz sich in Düsseldorf befindet, in den Fokus der Datenschützer gerückt, weil die unter ihr angebotenen Kollektionen mit RFID-Chips bestückt worden waren und dies sogar mit einem Aufnäher „Don`t remove this label“ vertuscht wurde. Hierfür erhielt das Unternehmen den Big Brother Award 2011.

Das bekannte Modelabel Gerry Weber hat sich Berichten von zeit-online zufolge zwischenzeitlich auch für den Einsatz von RFID-Chips entschieden. Das Unternehmen soll die Chips, ohne seine Kunden hierüber zu informieren, unter dem Pflege-Hinweis angebracht haben. Bemüht hatte sich das Unternehmen zwar um einen datenschutzrechtskompatiblen Einsatz – der Austausch mit dem FoeBuD führte jedoch zu keiner Einigung.

Warum werden RFID-Chips in der Industrie eingesetzt?

Die RFID-Technologie wird bislang hauptsächlich im Bereich der Logistik genutzt, um Warenströme verfolgen zu können, aber auch zur Kontrolle des Warenbestandes, also zur Diebstahlssicherung. Allerdings weist die RFID-Industrie selbst auch auf andere Einsatzmöglichkeiten hin, etwa die Nutzung zur Identifikation von Kunden, um diese persönlich ansprechen und Werbung individuell platzieren zu können.

und was kritisieren Datenschützer?

Dass die Chips nicht spätestens an der Kasse entfernt werden. In dem Moment, in dem die Ware mitsamt integriertem Chip dem Kunden übergeben wird, kann dieser mit entsprechenden Lesegeräten jedenfalls au…

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Themen: Datenschutz , Berlin , Kleidung , Rfid , Verbraucher , Big Brother , Skandal , Funk , Datenschützer , Technologie , Gerry Weber , Big Brother Award

Erschienen 17. Januar 2012 auf http://www.datenschutzbeauftragter-info.de.

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