Einigung im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn

Frankfurt (Reuters) - Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn gibt es eine Einigung.

Bahn und Gewerkschaften hätten sich für rund 150.000 Beschäftigte auf eine schrittweise Gehaltserhöhung von 4,5 Prozent zuzüglich einer Einmalzahlung verständigt, sagte Bahn-Personalvorstand Norbert Hansen am Samstagabend nach einem Verhandlungsmarathon. Damit bleibt den Bahnkunden ein monatelanger Streik wie noch vor einem Jahr erspart.

Die Gewerkschaftsvertreter zeigten sich mit den Ergebnis zufrieden. Durch das Angebot der Bahn erhielten die Beschäftigten eine deutliche Lohnerhöhung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, sagte der Chef der größten Bahn-Gewerkschaft Transnet, Alexander Kirchner. Hansen sprach von einer Ergebnis, das "für die Beschäftigten respektabel und für das Unternehmen akzeptabel" sei. Nun müssen dem Abschluss noch die Tarifkommissionen von Transnet, GDBA und der Lokführergewerkschaft GDL zustimmen. Die Gremien wollen am Mittwoch und Donnerstag tagen.

Die Eisenbahner erhalten ab Februar eine Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent, im Januar 2010 steigen die Löhne um weitere zwei Prozent. Zudem haben sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf eine Einmalzahlung von 500 Euro in der zweiten Jahreshälfte 2009 verständigt. Insgesamt hat der Abschluss eine Laufzeit von 18 Monaten.

Zusätzlich wurden die Arbeitszeiten für die Mitarbeiter neu geregelt. Die Beschäftigten erhielten nun zwölf freie Wochenenden im Jahr, von denen acht verbindlich vereinbart würden, sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Die von den Eisenbahnern geforderte bessere Planbarkeit der Arbeitszeiten war bis zuletzt einer der Hauptstreitpunkte in den Verhandlungen.

Die Mitte Januar gestarteten Gespräche standen lange auf Messers Schneide: Erst in der vierten Verhandlungsrunde hatte der Konzern ein für die Gewerkschaften verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt, einen ersten Warnstreik hatte es bereits gegeben. Danach hatten sich Bahn und Arbeitnehmervertreter beim Thema Entgelt angenähert.

Transnet und GDBA hatten für rund 130.000 Beschäftigte eine Einkommenserhöhung von zehn Prozent und besser planbare Arbeitszeiten gefordert. Die parallel verhandelnde Lokführergewerkschaft GDL wollte für 12.000 Beschäftigte eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent.



Quelle: Reuters (1. Februar 2009)

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Themen: Germany , Frankfurt , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , German Equities , Business Activities , Labour; Employment; Unemployment , Norbert , Kirchner , Gdl , Industrials , Rail And Road - Freight , Road And Rail

Erschienen 1. Februar 2009 bei http://www.reuters.com.

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