Eine Freiheitsstrafe und mehrere hohe Geldstrafen für Bestechung von IKEA-Mitarbeitern
Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat, wie SPIEGEL-ONLINE unter Berufung auf die Frankfurter Staatsanwaltschaft mitteilt, mehrere Strafbefehle gegen den Seniorchef und 4 ehemalige Mitarbeiter einer bayrischen Baufirma erlassen. Den Betroffenen hatte die Anklagebehörde Bestechung in besonders schwerem Fall und Beihilfe zur Untreue vorgeworfen. Sie wurden zu insgesamt rund 730.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Gegen den Firmenchef wurde darüber hinaus eine Freiheitsstrafe von einem Jahr unter Strafaussetzung zur Bewährung verhängt. Zuvor hatte die Firma 2,5 Millionen Euro Schadenswiedergutmachung an IKEA sowie 5 Millionen Euro an die Staatskasse gezahlt. Insgesamt sollen von 2002 bis 2005 rund 2,7 Millionen Euro an Bauleiter des Möbelhauses geflossen sein. Die Baufirma hatte die Aufträge für sechs Ikea-Neubauten in Ulm, Taufkirchen, Fürth, Erfurt und Mannheim mit einem Bauvolumen von 50,5 Millionen Euro erhalten. Das namentlich nicht genannte Unternehmen aus Mittelfranken ist eine von 12 Firmen, die IKEA-Mitarbeiter bestochen haben sollen. Insgesamt wird gegen 60 Beschuldigte, darunter 6 Bauleiter von IKEA, ermittelt. Die Anklage gegen die Bauleiter wird derzeit vorbereitet, heißt es. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER
Themen: Höhe , Freiheitsstrafe , Spiegel Online , Ikea , Bestechlichkeit Von Bankmitarbeitern
Erschienen 3. Februar 2007 auf http://www.strafblog.de.
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