Was bildet sich BILD eigentlich ein?
StrafrechtsBlog | 19. Januar 2012 — Das Ganze hat zwar nichts mit Strafrecht zu tun, aber die BILD möchte ich noch nicht einmal geschenkt. Ich bilde mir meine Mein…
Viiiiel MeinungsBILDung. Im Moment. Es wimmelt nur so von Meinungsbildung. Weil: Es gibt Menschen, die wollen die BILD noch nicht einmal geschenkt, weil sie sich ihre Meinung auf anderen Wegen bilden. Man nennt das Meinungs- und Informationsfreiheit. Und die wird heftig ausgeübt.
Augenblicklich vor allem um ganz praktische Dinge: Wie organisiert man eine Revolution?
Gegen EINE Ausgabe der BILD. Ich fürchte, diese Revolution wird an einer bürokratischen Hürde scheitern. Denn: Keiner weiss genau, was auf einem Aufkleber stehen muss, damit niemand die BILD in den Briefkasten werfen wird. (Eigentlich hier und da gut vorbereitete und gedachte) Faxsendungen werden da vermutlich deswegen nicht helfen, weil ……………..ja glaubt denn wirklich irgendwer, dass die rund 41 Millionen Exemplare adressiert und per Adresse zugestellt werden? Und man dann die rauszupft, deren Adresseninhaber sich eben KEINE gewünscht hat? So scheitern Revolutionen. Weil keiner weiss, ob und was man auf den Briefkasten als Text geklebt haben muss. Was die geplante kostenlose Jubidubidu-Ausgabe der Bild am 23.6.2012 rechtlich, begrifflich sein wird : kostenlose Werbung? Gratiszeitschrift? Bürokratie de luxe : Was schreibt man auf seinen Einwurf-Abwehr-Aufkleber? Faxt man die „ich will sie nicht, lassen Sie das bloss sein, mir die zuzuschicken“-Mitteilung an die Bild, schickt man sie mit der Post? Oder Beides? Oder schickt man die kostenlose Ausgabe vom 23.6.2012 dann unfrei zurück? Oder wirft sie einfach weg? Wickelt man Fisch drin ein, wie sich das für die Zeitung vom Vortag standesgemäss gehört, die (einem) stinkt?
Und während ich alle diese Vorschläge lese – frage ich mich, warum niemand auf die Idee kommt, sich zur Rückgabe der unerwünschten Zeitung ohne lange Faxen und Postsendungen zu machen, nicht – den Spiess schlicht umdrehend – seinerseits des überall zur Verfügung stehenden „BILD-Brief-Kasten“ zu bedienen. Kennen SIE den gar nicht ? Ja, ich auch nur so vom Dranvorbeigehen. Aber für den 23. Juni 2012 könnte man ihn doch endlich mal benutzen. Klappe auf, Jubidubidu-Ausgabe rein, wohlfühlen. Soweit ich weiss, werden alle diese BILD-Brief-Kästen doch täglich anderntags gaaaanz früh morgens geleert, bevor wer Neues reingelegt wird, pardon: bevor wer was Neues reinlegt. Zum Lesen.
Mal ganz dumm aber ernsthaft gefragt: Was spricht eigentlich dagegen, diese BILD-Brief-Kästen so mit der Rückgabe zu bestücken und die Zeitung, die man nicht wollte und die daher auch derjenige der sie verteilt, selbst entsorgen kann, dort zurückzugeben….. zumindest solange, bis man bei der BILD auf die Idee kommt, einen Aufkleber am BILD-Brief-Kasten anzubringen: „Bitte keine Gratisausgabe unserer Jubiläums-Zeitung vom 23.6.2012 hier einwerfen.“ Oder sowas Ähnliches. Vielleicht weiss man bei der BILD ja besser, was auf so einem Einwurf-Aufk…
» Vollständiger ArtikelErschienen 19. Januar 2012 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.
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