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Ehevertrag: Ist der Vertrag sittenwidrig, erstreckt sich die Nichtigkeit auf den gesamten Vertrag und nicht nur auf Einzelregelungen

am 24.01.2007 von http://blog.juracity.de

Der BGH (Aktenzeichen XII ZB 250/03) hat entschieden, dass ein sittenwidriger Ehevertrag insgesamt nichtig ist und die Unwirksamkeit sich nicht nur auf Einzelregelungen beschränkt. Voraussetzung für die Gesamtnichtigkeit ist, dass bereits bei Gesamtwürdigung des Ehevertrags der Inhalt für eine Partei ausnahmslos nachteilig ist und die Einzelregelungen nicht durch berechtigte Belange der anderen Partei gerechtfertigt sind.
In dem entschiedenen Fall hat der BGH erstmals festgestellt, dass für eine sog. Teilnichtigkeit kein Raum ist, wenn der Ehevertrag sittenwidrig ist, weil er eine Partei insgesamt nur benachteiligt. Ist daher eine Regelung unwirksam, zum Beispiel der Verzicht auf nachehelichen Unterhalt, dann hat das zur Folge, dass auch die weiteren im Vertrag enthaltenen Regelungen, zum Bespiel zum Zugewinnausgleich und Versorgungsausgleich, …

A. Putz am 03.08.2008 um 15:06 Uhr:

Bin sehr froh dass ich Heute über diese Internetseite gestolpert bin. Denn auch mein damaliger Ehemann hatte mir einen Ehevertrag aufgezwungen, welcher wie ich eben feststelle, den Tatbestand der Sittenwidrigkeit zu 99% erfüllt. Vielen Dank!

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