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EC-Karten - Abzocke in der Türkei

am 08.08.2006 von http://www.vier-strafverteidiger.info

Mein Mandant kommt aus einem Türkeiurlaub nach Hause und wundert sich, dass offenbar in der Türkei auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland Geld abgehoben wird.

Just heute konnte ich ihm dann sogleich einen Artikel aus den “Peiner Nachrichten” zum Lesen geben:

Tatort: Geldwechselstuben in der Türkei. Meist handele es sich um kleine, dubiose Boutiquen, die mit schnellem und günstigem Geldwechsel lockten, erläutert Polizeisprecher Sock. Die Masche sei immer dieselbe. Kriminalkommissar Peter Wandt erklärt: “Der Kunde soll seine EC-Karte in ein Gerät einschieben. Beim ersten Mal klappt es nicht, dann soll er es nochmal probieren – und nochmal, bis jemand einen defekten Terminal vorgaukelt und sagt: ,Heute scheint das wohl nicht zu funktionieren‘.” Danach werde der Kunde zum Abheben in die nächste Bank schickt.

Während dieser Testversuche sei die EC-Karte meist mit einem hinter dem Tresen versteckten Notebook ausgelesen worden, die Pinnummer habe ein Komplize durch gewieftes “Über-die-Schulter-Gucken” ausgespäht, sagt Wandt weiter.

Mit diesen Daten stellten die Täter Dubletten, so genannte White-Plastics, her, die sie schließlich für betrügerische Abhebungen einsetzten. Allerdings nur im Ausland, denn deutsche Automaten akzeptieren diese nachgemachten Karten nicht. Stefan Honrath, Leiter der Kommunikation der Sparkasse Peine erklärt: “In Deutschland gibt es ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal für EC-Karten.”

Für die wichtige Frage der Haftung gilt in Banken nach wie vor folgende eiserne Regel: “Wenn der Kunde sorgfältig mit seiner Karte und den Geheimdaten umgeht, haftet nicht er, sondern ein Haftungsfonds trägt die Schäden”, sagt Honrath. Auch um die Gefahr, dass gerade ältere Leute, die nicht per Online-Banking täglich ihren Kontostand kontrollierten, solche Verluste verspätet …

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