Duisburger OB Sauerland kündigt persönliche Erklärung an

Düsseldorf (Reuters) - Neun Tage nach der Katastrophe auf der Love-Parade will sich der massiv unter Druck geratene Oberbürgermeister Adolf Sauerland an die Öffentlichkeit wenden.

Sein Sprecher kündigte am Montag für den Nachmittag eine persönliche Erklärung des CDU-Politikers an. Über deren Inhalt machte er keine Angaben. Eine Sondersitzung des Rates sei ebenso wenig geplant wie Gespräche mit den Fraktionen, erklärte er. Die nächste reguläre Ratssitzung soll am 4. Oktober stattfinden. Für diesen Termin hatte die Linke bereits den Antrag auf Abwahl gestellt. Die SPD teilte mit, sollte Sauerland auch weiterhin nicht bereit sein, aus dem Amt zu scheiden, sei seine möglichst baldige Abwahl unabdingbar.

Bislang hatte Sauerland alle Rücktrittsforderungen zurück gewiesen und erklärt, erst nach der Aufklärung der Umstände, unter denen es zu der Katastrophe mit 21 Menschen kommen konnte, Konsequenzen ziehen. Zuletzt hatte ihm Bundespräsident Christian Wulff den Rücktritt nahegelegt. Unabhängig von konkreter persönlicher Schuld gebe es auch eine politische Verantwortung. Dem CDU-Politiker wird vorgeworfen, sich über Bedenken gegen die Veranstaltung hinweggesetzt zu haben.

Bei der Massenpanik am 24. Juli waren 21 Menschen auf dem Gelände der Loveparade, dem ehemaligen Güterbahnhof, getötet worden. Mehr als 500 wurden verletzt, einige werden immer noch im Krankenhaus behandelt.



Quelle: Reuters (2. August 2010)

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Themen: Germany , Cdu , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , Disasters , Sprecher , Christian Wulff , Die Linke , General News , Love Parade , Sauerland , Leisure Facilities , Living And Lifestyle , Nature Society And Science , Politics International Affairs And Law

Erschienen 2. August 2010 bei http://www.reuters.com.

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