DS-Rendite-Fonds Nr. 132 - DS Activity und DS Agility – Schadenersatz für Anleger

An dem im Jahr 2008 aufgelegten DS-Rendite-Fonds Nr. 132 - DS Activity und DS Agility beteiligten sich Kapitalanleger mit einer Mindestsumme von 20.000,00 € zzgl. 5 % Agio. Insgesamt wurde Anlegerkapital in Höhe von rund 22,75 Mio. € aufgebracht. Der Fonds investierte in zwei Feeder-Vollcontainerschiffe, die DS "Activity" und DS "Agility". Die Anleger haben bislang keinerlei Ausschüttungen erhalten. Die Fondsverwaltung Dr. Peters GmbH & Co. KG teilte den Anlegern mit Rundschreiben vom 14.05.2010 mit, dass sich die Fondsgesellschaft in einer wirtschaftlich sehr angespannten Situation befinde. Ursächlich soll , so die Fondsverwaltung, die bis bisher größte Schifffahrtskrise sein. Das ist unzutreffend. Denn neben den allgemeinen Risiken des Schifffahrtsmarktes waren es die von Deutschen Fondsinitiatoren, Reedern und Banken aus bloßem Gewinnstreben zu Lasten der Anleger geschaffenen Überkapazitäten, die sich neben den Risiken der Schiffsfondskonstruktion selbst zum Nachteil der Anleger ausgewirkt haben. Bedauerlicher Weise wurden zumindest die uns bekannten Anleger des Fonds über grundlegende Tatsachen der Fondsbeteiligung und die Risiken von ihren Beratern nicht informiert. Für die Anleger stellt sich nunmehr die Frage, ob sie im Vorfeld Ihrer Beteiligung an diesem Fonds richtig beraten wurden. Die Entwicklungen der zurückliegenden 2 Jahre hat gezeigt, dass es sich bei dem Fonds um eine hochriskante unternehmerische Beteiligung mit dem Risiko des Totalverlustes handelt. Keine Information über Mittelherkunft und Kreditaufnahme in der Beratung Die Berater haben unsere Mandanten nicht darauf hingewiesen, dass die für Erwerb der Schiffe aufzuwendenden Kosten gerade einmal 81% des Gesamtaufwandes des DS-Rendite-Fonds Nr. 132 ausmachten. Ebenso wenig wurden sie darüber informiert, dass das von den Anlegern aufzubringende Kommanditkapital incl. Agio in Höhe von annähernd 22,75 Mio. € 53% des Gesamtaufwandes ausmacht und die restlichen 47% durch Kredite finanziert wurden. Nur 65% des Anlegerkapitals flossen in den Bau des Schiffes - 18,6% in Vertriebsprovisionen Auch über die Verwendung der von ihnen als Anleger aufzubringenden Mittel im Rahmen des DS-Rendite-Fonds Nr. 132 - DS Activity und DS Agility wurden unsere Mandanten im Unklaren gelassen. Die Berater haben ihnen nicht mitgeteilt, dass nur 65% des Anlegerkapitals für den Erwerb des Schiffes Verwendung finden, während 35% des Anlegerkapitals in nichtinvestive Zwecke, insbesondere verschiedene Dienstleistungsvergütungen und Zwischenfinanzierungszinsen fließen. Der Prospekt enthält diese Information nicht und erschwert darüber hinaus die Ermittlung der korrekten Kosten durch die unseres Erachtens fehlerhafte Zuweisung von Zwischenfinanzierungskosten zu den Anschaffungskosten. Dabei machen die für die Vermittlung der Anleger gezahlte Vergütung, also die so genannten Vertriebsprovisionen alleine 18,6% des von den Anlegern aufzubringenden Kapitals aus. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs mü…

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Themen: Agio

Erschienen 17. Januar 2012 auf http://bankundkapitalmarktrecht.twoday.net/.

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