Drogeriekette dm startet Verkauf von Medikamenten

Nach jahrelangem Rechtsstreit steigt in Deutschland erstmals eine Drogeriekette in großem Umfang in das lukrative Medikamentengeschäft ein. Der bundesweit zweitgrößte Drogerie-Betreiber dm (Karlsruhe) wird in zunächst 80 Filialen in Nordrhein-Westfalen apothekenpflichtige Medikamente abgeben.

Das teilte das Unternehmen heute mit. Der Service ist eine Kooperation mit einer niederländischen Versandapotheke in Venlo. Ein Test in acht Filialen im Rheinland sei erfolgreich gewesen, das Angebot solle nun nach und nach bundesweit ausgedehnt werden.

Möglich wurde die Medikamentenabgabe durch ein Urteil des OVG für Nordrhein-Westfalen in Münster (Az.: 13 A 1314/06). Das Vertriebskonzept verstoße weder gegen das Arzneimittel- noch gegen das Apothekenrecht, hatte das Gericht im vergangenen November befunden und keine Revision zugelassen. Die Apotheker-Organisationen hatten bestürzt auf das Urteil reagiert. (…)

Quelle: WiWo vom 29.8.2007

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Themen: Rechtsprechung , Westfalen , Rheinland , Filialen , Medikamente

Erschienen 29. August 2007 auf http://log.handakte.de/.

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