Blinde werden sehend
Rechtsanwalt Hänsch, Dresden | 18. März 2010 — Dieses Wunder gibt es nicht nur in der Bibel (Markus 10,51), sondern auch in der deutschen Justiz: In dem Fall hatte ein Ma…
Parkausweis für Blinde abholen – und dann mit dem Auto davon fahren-
Datum: 08.12.2009
Kurzbeschreibung: PRESSEMITTEILUNG vom 08.12.2009
Eine blinde oder hochgradig sehbehinderte Person hat einen Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis und die Eintragung des Merkzeichens “Bl” in selbigen. Auch kann bei Vorliegen dieser Beeinträchtigung ein Anspruch auf Landesblindenhilfe bestehen.
Das ist gut so. Es gibt aber Menschen, die ein eher fragwürdiges Verhalten an den Tag legen.
Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte einen Fall zu entscheiden, in dem sich ein Bürger gegen die verweigerte Bewilligung von Landesblindenhilfe und die Rückforderung ausbezahlter Leistungen per Klage zum Verwaltungsgericht wehrte.
Was war passiert?
Bei dem im Jahr 1948 geborenen Kläger führte Diabetes zu einer Schädigung seiner Augen. Im April 2006 stellte das für Schwerbehindertenangelegenheiten zuständige Versorgungsamt fest, dass der Grad der Behinderung des Klägers wegen des Augenleidens 100 betrage und bescheinigte ihm im Dezember 2006 auch das Merkzeichen „Bl“ für blind bzw. hochgradig sehbehindert. Bereits im Mai 2006 beantragte der Kläger bei dem dafür zuständigen Kreissozialamt die Bewilligung von Landesblindenhilfe und fügte eine augenärztliche Bescheinigung seines ihn behandelnden Augenarztes bei, wonach die Sehschärfe seiner Augen selbst mit Korrektur nur noch 1/50 (= 0,02) betrage. Daraufhin bewilligte der Landkreis dem Kläger monatliche Leistungen der Landesblindenhilfe in Höhe von 409,03 € ab Oktober 2006. Als Schwerbehinderter mit dem Merkzeichen „Blind“ hatte der Kläger unter anderem Anspruch auf Erstellung eines Parkausweises (für Begleitpersonen).
Die Sachbearbeiterin aber war aufmerksam: Als der Kläger diesen Ausweis abholte, fiel der Sachbearbeiterin nämlich auf, dass der Kläger in ein Auto stieg und an dessen Steuer sitzend davonfuhr.
Darauf veranlasste der Landkreis eine Observation des Klägers. Diese ergab, dass der Kläger in der Tat in zielstrebiger Weise Auto fahre.
Der dann mit einer Untersuchung beauftragte Landesblindenarzt kam in seinem Gutachten zum Ergebnis, beim Kläger liege keine dauerhafte Reduktion der Sehfunktion vor, die die Bewilligung von Landesblindenhilfe rechtfertige. Daraufhin nahm der Beklagte den Bewilligungsbescheid zurück und forderte vom Kläger die ausbezahlten Leistungen in einer Gesamthöhe von 2.045,15 € zurück. Dagegen machte der Kläger geltend, nach einem weiteren Gutachten s…
» Vollständiger ArtikelErschienen 15. Dezember 2009 auf http://www.raschlosser.com.
Rechtsanwalt Hänsch, Dresden | 18. März 2010 — Dieses Wunder gibt es nicht nur in der Bibel (Markus 10,51), sondern auch in der deutschen Justiz: In dem Fall hatte ein Ma…
Recht und Alltag | 12. Oktober 2006 — Die Bewilligung von Altersteilzeit steht im Ermessen des Dienstherrn und kommt überhaupt nur dann in Betracht, wenn entsprechen…
LawBlog | 17. Januar 2012 — Wenn es um mögliche Drogensünder am Steuer geht, holen Führerscheinbehörden gern zum Rundumschlag aus. Um ein ärztliches Gutach…
Jus@Publicum | 15. November 2011 — Das BSG hatte sich in einem Verfahren mit der Frage des Anspruches auf pauschalierte bzw tatsächliche Mehrbedarfsleistungen für…
LawBike.de | 2. September 2010 — Das Verwaltungsgericht (VG) Neustadt (Urteil v. 10. August 2010 – 6 K 1332/09.NW) hatte über einen Fall zu entscheiden, bei wel…
Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 4. Juli 2008 — Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (sog. Hartz-IV-Leistungen) werden nur auf Antrag gewährt. Der Antragsteller …
Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 27. April 2009 — Der kindbezogene Familienzuschlag darf von einem Soldaten erst ab dem Zeitpunkt zurückverlangt werden, von dem an er von der fe…
Die Rechtsanwäldin | 12. Mai 2010 — Der Eigentümer eines Grundstücks, welches an einer Ortseinfahrt im Landkreis Mayen-Koblenz liegt, hat keinen Anspruch auf Anbrin…
Rechtblog | 9. Juli 2008 — Der Antragsteller muss im Zweifel beweisen, dass sein Gesuch die Behörde auch tatsächlich erreicht hat. Die Klägerin lebt im …
Rechtslupe | 22. Dezember 2008 — Der kindbezogene Familienzuschlag darf von einem Soldaten erst ab dem Zeitpunkt zurückverlangt werden, von dem an er von der fe…