Alarm beim Team T-Mobile
Handakte WebLAWg | 27. Juni 2006 — Sechs Tage vor Beginn der Tour de France soll bei den Ermittlungen im spanischen Radsport-Dopingskandal nach Informationen de…
Bei den Ermittlungen im spanischen Radsport-Dopingskandal soll der Zeitung “El País” zufolge auch Jan Ullrich ins Visier der Fahnder geraten sein, berichtet die Netzeitung.
Ende Mai war ein vermutlich von Sportarzt Eufemiano Fuentes geleiteter Doping-Ring zerschlagen worden, von dem mindestens 58 Radprofis mit präparierten Blutkonserven, EPO, Wachstumshormonen und Anabolika versorgt worden waren. Sportarzt Fuentes, Laborchef José Luis Merino, Manolo Saiz, der Direktor des Liberty-Seguros-Teams, und zwei weitere Verdächtige waren festgenommen worden.
Bei Hausdurchsuchungen seien mit Codes versehene Blutkonserven entdeckt worden, einige seien mit der Aufschrift “Hijo Rudicio” (Sohn Rudicio) versehen gewesen. Es wird spekuliert, dass mit Rudicio der sportliche Leiter des T-Mobile-Teams, Rudy Pevenage, gemeint sein könnte, und mit dessen “Sohn” Ullrich. Die Ermittler sollen weiter Kaufquittungen für Dopingmittel im Wert von 1.900 Euro gefunden haben, die mit dem Namen “Jan” beschriftet waren.
“El País” beruft sich auf den als geheim geltenden Ermittlungsbericht der spanischen Behörden. Ullrich und Pevenage bestreiten die Vorwürfe.
Ich glaube erstmal nicht, dass Jan Ullrich und T-Mobile mit verbotenen Substanzen arbeiten. Als erfahrenem Tour-de-France-Gucker ist mir nämlich folgendes aufgefallen:
Bobby Julich kam zu T-Mobile und war dort wider Erwarten plötzlich und überraschend völlig außer Form. Dann ging er zu CSC und alles war wieder in Ordnung. Mit Bergfahrer Kevin Livingston, Lance Armstrongs einstigem Edelhelfer, ging es spontan bergab, als er zu T-Mobile wechselte. Santiago Botero wechselt von Kelme zu T-Mobile und bricht ein, wechselt zu Phonak und fährt fortan wieder auf der Straße des Erfolges. Oscar Sevilla wechselt von Kelme zu Phonak, ist interessant genug, um von T-Mobile eingekauft zu werden und vergaß, die Stärken früherer Tage mitzubringen.
Womit ich natürlich keinem der Genannten irgendetwas unterstellen möchte.
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