Mallorca-Karin hat´s in sich
strafblog | 18. März 2006 — Das ist schon ein Knaller, die Geschichte der "Mallorca-Karin", über die ich letzte Woche gebloggt habe, bevor dann BILD ganz groß…
Mallorca, Foto: NASA
“Gott schütze dich vor Sturm und Wind und Deutschen, die auf Malle sind”, lautet ein geflügeltes Wort unter deutschen Residenten auf Mallorca, von denen die meisten so ihre Erfahrungen mit zwielichtigen Landsleuten gemacht haben, die es darauf abgesehen haben, andere Menschen abzuzocken. So ganz genau weiß niemand, wieviele Deutsche unter den rund 870.000 Inselbewohnern tatsächlich dauerhaft auf Mallorca leben. Offiziell waren es Ende 2010 etwa 22.000, aber ernst zu nehmende Schätzungen gehen davon aus, dass es de facto die drei- bis vierfache Zahl an teutonischen Landleuten sein dürfte, die sich dort ganz oder überwiegend aufhält. Und nicht ganz wenige davon haben weder ausreichende Ersparnisse noch legale laufende Einkommensquellen, um den teuer gewordenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Also bedarf es einer gewissen Kreativität, um an das Geld anderer Leute zu kommen. Dubiose Handwerker und Immobilienmakler, die niemals eine tatsächliche Berufsausbildung in ihrem Tätigkeitsfeld genossen haben und deshalb oft nur dilettantische Leistungen zustande bringen, gehören noch zur eher harmlosen Unterart von Betrügern, die gleichwohl erhebliche Schäden anrichten können. Gravierender sind die Fälle organisierter Kriminalität im Bereich des systematischen Anlagebetruges und im Callcenter-Bereich, der in den letzten Jahren zu erheblicher Blüte erwachsen ist.
Das Online-Portal der deuschsprachigen Mallorca-Zeitung berichtet in einem aktuellen Beitrag über eine ebenso plumpe wie erfolgreiche Methode, mit der über ein in Cala Radjada und Capdepera angesiedeltes Callcenter überwiegend ältere Bundesbürger mit Wohnsitz in Deutschland abgezogen worden sind. “Lotto 3000″ nannten die Betreiber, die zuvor auch schon in Deutschland Callcenter betrieben hatten oder als Zuhälter tätig gewesen waren, ihr Geschäftsmodell. Nach Angaben eines Aussteigers wurden zunächst arbeitssuchende Menschen mit Anzeigentexten wie „Lust am Telefonieren? Chance für Quer-/Wiedereinsteiger. Keine Ausbildung oder Vorkenntnisse notwendig …” oder „Lukrativer Nebenjob im Telekommunikationsbereich” angeworben. Diese riefen dann nach entsprechender Einarbeitung Telefonanschlüsse in Deutschland an und teilten ihren Gesprächspartnern beispielsweise mit, diese hätten einen Einkaufsgutschein beim Otto-Versand gewonnen. Sie verwickelten die Leute in ein nur schwer durchschaubares Gespräch, in dessen Verlauf sie diesen – ohne dass ihre Opfer dies überhaupt realisierten – die kostenpflichtige Beteiligung an einer Lotto-Tippgemeinschaft aufschwatzten und gleich auch deren Kontonummern und Bankleitzahlen erfragten. Die aufgezeichneten Gespräche wurden dann im Nachhinein so zusammengeschnitten, dass der Aufhänger für das Gespräch, also der angebliche Gewinn eines Einkaufsscheins, verschwand und der Eindruck eines klaren Vertragsabschlusses entstand. Da sollen auch schon mal 20.000…
» Vollständiger Artikelstrafblog | 18. März 2006 — Das ist schon ein Knaller, die Geschichte der "Mallorca-Karin", über die ich letzte Woche gebloggt habe, bevor dann BILD ganz groß…
strafblog | 3. März 2012 — Viele Deutsche treibt es dauerhaft nach Mallorca, weil dort einfach wesentlich häufiger die Sonne scheint als bei uns. Schade n…
strafblog | 3. März 2012 — Viele Deutsche treibt es dauerhaft nach Mallorca, weil dort einfach wesentlich häufiger die Sonne scheint als bei uns. Schade n…
LawBlog | 30. Dezember 2009 — Verarschen hat andere Bedeutung als Bescheißen http://mallorca.tl/v9 Wer Arbeitslosenversicherung nicht zahlt, fliegt raus …
strafblog | 28. April 2007 — Im vergangenen Jahr machte der Fall einer 51-jährigen Sozialhilfeempfängerin Schlagzeilen, die auf Mallorca zwei Eigentumswohun…
strafblog | 4. November 2006 — In Cala Ratjada auf Mallorca hat die Polizei in der letzten Woche einen Deutschen festgenommen, der mit besoffenem Kopf unter Vorh…
strafblog | 10. April 2006 — Am 24. April beginnt vor dem Landgericht Wuppertal die auf 16 Verhandlungstage angesetzte Hauptverhandlung gegen den 41-jährigen T…
strafblog | 16. Februar 2007 — Seit gut 3 Monaten geht die Polizei auf Mallorca rigide gegen ausländische, insbesondere deutsche oder englische Residenten vor, d…
strafblog | 11. Februar 2006 — In der Gemeinde Calvía hat die Guardia Civil 2 Kolumbianer und eine Frau aus Costa Rica verhaftet, die unter falschen Namen Wohnun…
strafblog | 23. Februar 2007 — Ein Berufungsgericht in Palma hat die Verurteilung von insgesamt 48 Personen, denen entweder der Verkauf oder der Erwerb von gefäl…
„Manchmal glaube ich, dass es in Cala Ratjada mehr Callcenter gibt als normale Geschäfte', sagt ein ehemaliger Mitarbeiter dieser Branche resigniert gegenüber der MZ. „Nun habe ich mir vorgenommen, alles zu erzählen, damit diese Betrügere