DKB wg. institutionalisierten Zusammenwirkens zu Schadensersatz verurteilt

Die Deutsche Kreditbank (DKB) ist Anfang des Jahres vom Landgericht (LG) Berlin zu Schadensersatz verurteilt worden. Mit Urteil vom 29. Januar 2010 – 38 O 264/09 – wurde die DKB zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt, der Käufern einer Eigentumswohnung in Berlin Mariendorf entstand, weil die Vertriebsgesellschaft R&R First Concept falsch über die finanziellen und steuerlichen Auswirkungen des Erwerbs beraten hatten.

Nach den Regeln des institutionalisierten Zusammenwirkens kann der Bank, die den Kauf der Eigentumswohnung finanziert hat, ein Verschulden des Vertriebs bzw. des Verkäufers zugerechnet werden, wenn zwischen Bank und Vertrieb eine besonders enge Beziehung bestand, was die Richter am LG Berlin vorliegend beim Zusammenspiel von DKB und R&R First Concept bejahten.

Die DKB steht natürlich nicht allein da. Der Fairness halber sollte noch erwähnt werden, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.

Im Zusammenhang mit Schrottimmobilien gelten prinzipiell die gleichen Grundsätze, so dass auch in diesen Fällen ein Vorgehen gegen die darlehnsgebenden Banken geprüft werden sollte.

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Themen: Deutschland , Berlin , Spam , Urteil , Schäden , Bürgerrechte , Berlin Spezial , LG Berlin , Schadensersatz , Hamburg , Landgericht , Schuld , Fairness , Eigentumswohnung

Erschienen 4. April 2010 auf http://sewoma.de/berlinblawg.

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