Weihnachtsgratifikation
Kanzlei.Schuck. | 21. Februar 2012 — In einem aktuellen Fall des Bundesarbeitsgericht vom 18. Januar 2012 Az.: 10 AZR 667/10 wurde einer Arbeitnehmerin ihre Weihn…
... oder doch nicht? Was halten sie von folgender arbeitsvertraglicher Regelung: „§ 5(1) Die Angestellte erhält ein monatliches, nachträglich zu zahlendes Gehalt von EURO 1.900,-- (in Worten eins-neun-null-null). (2) Der Angestellte erhält mit der Vergütung nach Abs. 1 jeweils für den Monat November eine Weihnachtsgratifikation in Höhe von EURO 1.900,-- (in Worten eins-neun-null-null). (5) Der Anspruch auf Gratifikation ist ausgeschlossen, wenn sich das Anstellungsverhältnis im Zeitpunkt der Auszahlung in gekündigtem Zustand befindet. (6) Eine Gratifikation ist gleichzeitig Treueprämie. Soweit eine Weihnachtsgratifikation gezahlt wird, ist sie zurückzuzahlen, wenn der Angestellte aufgrund eigener Kündigung oder aufgrund außerordentlicher, verhaltensbedingter oder personenbedingter Kündigung des Praxisinhabers vor dem 31. März des auf die Auszahlung folgenden Kalenderjahres oder, sofern die Gratifikation eine Monatsvergütung erreicht, bis zum 31. März des auf die Auszahlung folgenden Kalenderjahres oder, sofern die Gratifikation eine Monatsvergütung übersteigt, vor dem 30. Juni des auf die Auszahlung folgenden Kalenderjahres ausscheidet. Dies gilt nicht, wenn die Gratifikation den Betrag von DM 200,-- nicht übersteigt." Eine angestellte Steuerfachwirtin eines kleinen Betriebes (KSchG findet keine Anwendung) erhält ein Schreiben vom 23.11.2009, in dem ihr fristgerecht zum 31.12.2009 gekündigt wird. Im Rahmein einer Kündigungsschutzklage fordert die Arbeitnehmerin auch das ihr nicht ausbezahlte Weihnachtsgeld mit der Begründung, dass die Klausel unwirksam sei und zudem die Kündigung treuwidrig erfolgte, da sie vor Kündigungsausspruch nicht "freiwillig" auf dieses Weihnachtsgeld verzichten wollte. Der Arbeitgeber meinte, das er sich vertragsgerecht verhalten habe und die Klausel auch wirksam sei. Nun - was meinen Sie? Soviel sei verraten, auch die Richter sind sich uneins. Während vor dem ArbG Bochum (Urteil vom 15.04.2010, 3 Ca 228/10) und im Berufungsverfahren vor dem LAG Hamm (Urteil vom 16. September 2010 - 15 Sa 812/10) noch folgendes ausgeführt wird: "Schließen Bestimmungen eines Arbeitsvertrages, die als Allgemeine Geschäftsbedingungen anzusehen sind, den Anspruch auf eine Weihnachtsgratifikation aus, wenn sich das Arbeitsverhältnis im Zeitpunkt der Auszahlung im gekündigten Zustand befinde, ohne danach zu differenzieren, ob der Grund für die Kündigung im Verantwortungsbereich des Arbeitnehmers oder des Arbeitgebers liegt, so benachteiligen diese Vertragsbestimmungen den Arbeitnehmer entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen und sind damit gemäß § 307 Abs. 1 BGB unwirksam.", meint das Bundesarbeitsgericht (Pressemeldung 4/12), dass …
» Vollständiger ArtikelErschienen 20. Januar 2012 auf http://arbeitsrecht-chemnitz.blogspot.com.
Kanzlei.Schuck. | 21. Februar 2012 — In einem aktuellen Fall des Bundesarbeitsgericht vom 18. Januar 2012 Az.: 10 AZR 667/10 wurde einer Arbeitnehmerin ihre Weihn…
Unternehmerarbeitsrecht | 20. Dezember 2010 — Schließen Bestimmungen eines Arbeitsvertrages, die als Allgemeine Geschäftsbedingungen anzusehen sind, den Anspruch auf eine …
Kanzlei Kluge | 15. November 2010 — Die Parteien stritten sich darüber, ob der Klägerin gegen ihren Arbeitgeber trotz einer wirksamen Kündigung des Arbeitsverhäl…
Unternehmerarbeitsrecht | 19. Januar 2012 — Eine arbeitsvertragliche Regelung, nach der der Anspruch auf eine Weihnachtsgratifikation vom ungekündigten Bestehen des Arbe…
Kanzlei Blaufelder | 18. Januar 2012 — Arbeitgeber dürfen die Weihnachtsgeldzahlung auf ungekündigte Arbeitnehmer beschränken. Entsprechende Klauseln in einem Arbei…
Arbeitsrecht | 26. Januar 2012 — Der Anspruch auf eine Weihnachtsgratifikation kann vom ungekündigten Bestehen des Arbeitsverhältnisses zum Auszahlungszeitpunkt…
Mit Fug und Recht | 19. Januar 2012 — Eine gekündigte Arbeitnehmerin meinte, ihr stehe noch Weihnachtsgeld zu, das mit dem Novemberlohn gezahlt werden sollte. Im A…
Arbeitsrecht Chemnitz | 9. Dezember 2010 — Wieder einmal entschied das Bundesarbeitsgericht (PM 90/10) zu freiwillig und widerruflich gezahlten Weihnachtsgeldern. Ein Ingeni…
LEX MEDICORUM | 28. November 2011 — Das Weihnachtsgeld findet im Gehaltstarifvertrag der Medizinischen Fachangestellten (MFA) keine Regelung. Es obliegt somit zunä…
beck-blog | 20. Januar 2012 — Zu den noch offenen Fragen nach der Erstreckung des AGB-Rechts auf vorformulierte Arbeitsverträge im Rahmen der Schuldrechtsref…
Dan Fehlberg - Fachanwalt für Arbeitsrecht
Dan Fehlberg - Fachanwalt für Arbeitsrecht
Dan Fehlberg - Fachanwalt für Arbeitsrecht
Dan Fehlberg - Fachanwalt für Arbeitsrecht
Informationen zum Arbeitsrecht von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Hensche