Die Zeit arbeitet für uns...

...sagte ich schon kurz vor Weihnachten einem Mandanten. Dieser kam zu mir und wollte sich in einer Bußgeldsache vertreten lassen. Abstandsunterschreitung, nach seiner Meinung eine klare Sache, da könne man nix machen. Er wolle mir aber, da er rechtschutzversichert sei, die paar Kröten gönnen und mich mal drüber schauen lassen. Solch soziale Ader begeisterte mich. Weniger begeistert war ich über die Tatsache, dass er sich zunächst auf den Anhörungsbogen hin schon eingelassen hatte. Da zudem das Video bzw. Foto vom Verstoß den Beamten nicht zwingend die Identität des Fahrers preisgegeben hatte, sollten am nächsten Tag zwei Beamte vorbeischauen, um den Mandanten zu begutachten. Das konnte ich meinem Mandanten ausreden, allerdings hat wohl der im Haus wohnende Schwiegervater dann doch meinen Mandanten identifiziert. Nun war ich soweit, dass ich der "rechtlichen" Einschätzung meines Mandanten fast beitrat, wären nicht bereits zu diesem Zeitpunkt 2 1/2 Monate seit Eingang des Anhörungsbogens als Unterbrechungst…

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Themen: Beamte , Anwaltsalltag , Bußgeldsachen

Erschienen 12. März 2009 auf http://www.bella-ratzka.de.

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