Die vorhersehbare Überraschung des BND

Berlin - Völlig überraschend musste der BND jetzt seine bisherige Version des Entführungsfalls Khaled el-Masri korrigieren. Anders als bisher dargestellt, hatte ein BND-Mitarbeiter in Mazedonien schon Anfang Januar 2004, also wenige Tage nach der Festnahme des deutschen Staatsbürgers, von dessen Übergabe an die US-Amerikaner erfahren. Der US-Geheimdienst CIA hatte el- Masri wenig später nach Afghanistan verschleppt und dort über Monate festgehalten. Bisher hatten BND und Bundesregierung stets versichert, sie seien erst nach der Freilassung und Rückkehr el-Masris nach Deutschland Ende Mai 2004 von der Entführung informiert worden.(...)

Mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" habe er seine Informationen auch nicht an seine Vorgesetzten weitergegeben, erklärte BND-Präsident Ernst Uhrlau. Warum der Mitarbeiter sein Wissen auch dann noch nicht weitergab, als der Fall el-Masri in Deutschland Schlagzeilen machte, wollte Uhrlau nicht kommentieren.

Peinlich für den Nachrichtendienst ist auch ein anderes Versäumnis. Als Anfang 2006 US-Zeitungen berichteten, die deutsche Botschaft in Skopje habe frühzeitig von der Verschleppung el-Masris gewusst, hatten Auswärtiges Amt und BND ihre in der fraglichen Zeit in Mazedonien eingesetzte…

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Themen: Berlin , Afghanistan , Cia

Erschienen 2. Juni 2006 auf http://strafverteidiger-feltus.blogspot.com.

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