Die Verwaltung macht mich bekloppt !

Knapp 1 1/2 Monate meiner Verwaltungsstation sind nun vorbei und ich befürchte, hätte ich nicht meinen Urlaub nah vor Augen, würde ich hier noch durchdrehen.

Zunächst einmal nervt mich die Anwesenheitspflicht inzwischen ungemein. Man erwartet von den Referendaren drei Tage die Woche 8 Stunden zu erscheinen, alternativ kann man gerne auch an vier Tagen 6 Stunden absitzen. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn man ernsthaft etwas zu tun hätte - und dazu in eine Arbeitsumgebung gesetzt würde, in der man auch Arbeiten könnte. Aber wenn sich drei Referendare ein Zimmer teilen, in dem es zwar für jeden Referendar einen PC (aus dem Jahre 1999) gibt, aber nur einen Drucker, den man per Kabeltausch zum Drucken an sich “binden” muss, wird es schon etwas umständlich. Aber darüber könnte man ja noch hinweg sehen, wenn man wenigstens die Möglichkeit zur ordentlichen Recherche hätte. Doch leider ist die Literatur in der Bibliothek in großen Teilen ziemlich alt, einen Internetzugang gönnt man den Referendaren nicht und dass ich mir nun einen privaten Kommentar zum Wassergesetz kaufe, wird wohl niemand ernsthaft erwarten. Also sitzt man die Zeit ab, liesst Zeitung oder spielt, so machen es jedenfalls die Kollegen, stundenlang Solitaire. Wie einfach wäre es doch, den Referendaren einmal die Woche 2-3 Akten in die Hand zu drücken, die man dann in aller Ruhe in einer ordentlichen Arbeitsumgebung bearbeiten könnte. Aber nein, nicht das Ergebnis zählt, sondern die abgesessene Zeit. Typisch Verwaltung halt, möchte man meinen.

Dazu kommt, dass mich die Besprechungen mit den Fachämtern inzwischen auch ein wenig aufregen. Da bearbeitet man eine Akte, in der die Erfolgsaussichten ein…

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Themen: Verwaltung , Was Macht Man IN Der Verwaltung

Erschienen 17. Oktober 2008 auf http://www.rechtseinblicke.de.

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