Die Straße nach Guantánamo beginnt in Pakistan

Hunderte Menschen sind in Pakistan verhaftet und, oft ohne jede Grundlage, den USA als "Terroristen" verkauft worden. Mehr als 85 Prozent der Häftlinge in Guantánamo sind nicht von US-Truppen, sondern von Afghanen und Pakistanis verschleppt und gegen Geld an das US-Militär weitergereicht worden. Dies belegt ein heute veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai) anhand zahlreicher Einzelfälle. Er unterstreicht damit jüngste Äußerungen des pakistanischen Präsidenten Musharraf. "Die Straße nach Guantánamo beginnt in Pakistan", sagte Sigrid Krieg, Pakistan-Expertin von amnesty international. "Auch der Bremer Murat Kurnaz wurde in Pakistan von Pakistanis festgenommen und dann den US-Behörden übergeben. Seine Anwälte gehen davon aus, dass dabei Geld geflossen ist." Mittlerweile haben die USA Kurnaz sowie rund 300 der anderen "Terroristen" ohne Anklage aus Guantánamo entlassen. Die große Mehrheit wurde nach Afghanistan und Pakistan zurückgebracht. Im "Krieg gegen den Terror" hat Pakistan in den letzten Jahren systematisch und schwerwiegend die Menschenrechte verletzt. Hunderte Menschen unterschiedlicher Nationalität wurden willkürlich verschleppt. Das Schicksal und der Auftenthalt von vielen, darunter Frauen, Kinder und Säuglingen, ist nach wie vor unbekannt. Ihre Angehörigen wurden bedroht und schikaniert. "Vor dem 'Krieg gegen den Terror' war 'Verschwindenlassen' in Pakistan praktisch unbekannt; jetzt greift diese Praxis immer weiter um sich", sagte Krieg. Pakistanische Sicher…

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Themen: Amnesty International , Pakistan , Pakistan Menschenrechte

Erschienen 29. September 2006 auf http://menschenrechte.blogg.de/.

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