die Sache mit der iTAN und den Studenten
am 25.08.2005 von disLEXia.de
Meine Studenten zeigen Initiative und forschen fleißig. Sie veröffentlichen - wenn auch nicht unbedingt in den vorgefahrenen akademischen bahnen. Ich bin ganz klar stolz auf sie.
Aber diesmal haben sie mir ein Wochenende am Telefon eingehandelt befürchte ich:
Forschungsgruppe RedTeam der RWTH Aachen warnt vor trügerischer Sicherheit des neuen iTAN Verfahren.
Das indizierte TAN (iTAN) Verfahren, das aktuell von mehreren deutschen Banken eingeführt wird, um ihre Kunden effektiv vor Trojaner- und Phishingangriffen zu schützen, wird diesem Anspruch nicht gerecht. RedTeam hat das iTAN-Verfahren untersucht und konnte zeigen, dass Angriffe weiterhin möglich sind. Die überbewertenden Äußerungen der Banken über das Verfahren führen zu einem falschen Sicherheitsgefühl verbunden mit einer Gefährdung der Bankkunden.
Der einzige Unterschied von iTAN zum klassischen TAN System besteht darin, dass nicht mehr eine beliebige Transaktionsnummer (TAN) zur Bestätigung eines Auftrages vom Kunden genutzt werden kann, sondern diese von der Bank vorgeben wird. Dafür werden alle TAN-Nummern durchnummeriert und nach Übermittlung des Auftrages vom Bankcomputer eine zufällige TAN aus der TAN-Liste ausgewählt und diese fest mit dem übermittelten Auftrag verknüpft. Der Kunde muss nun zur Bestätigung des Auftrages genau diese TAN eingeben und kann auch keinen anderen Auftrag mit dieser TAN bestätigen.
Ein Angreifer wird durch dieses Verfahren jedoch nur im Zeitraum eingeschränkt, zu dem er eine schädliche Transaktion durchführen kann. Erfolgreiche Angriffe selber werden aber nicht verhindert. Sobald ein Angreifer durch einen Phishing- oder Trojanerangriff die Möglichkeit hat, die Kommunikation zwischen Kunde und Bankcomputer zu manipulieren, kann er einen Kunden zur Eingabe der benötigten TAN bewegen, ohne dass dieser den Mißbrauch …
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