Die Pressearbeit in spektakulären Strafverfahren – Kachelmann vs Krailing
Der Fall hat gezeigt, dass die in spektakulären Strafverfahren durchaus Einfluss auf die
Entscheidungsfindung haben kann. Nicht umsonst hat der Verteidiger von Herrn Kachelmann, Herr Rechtsanwalt Schwenn, in der Late Night
Show von Markus Lanz ausgeführt, dass die Berichterstattung in der Zeit und dem Spiegel Kachelmann geholfen hätte.
Bedenklich erscheint mir aber nun die Pressearbeit des Prozessbevollmächtigten des Tatverdächtigen in dem sogenannten Doppelmord von
Krailing.
Dieser Kollege scheint viel Zeit mit der Pressearbeit zu verbringen, so suggeriert es jedenfalls ein Artikel im Müchner Merkur. Heute
nun erschein ein Artikel bei SPON, in dem weitere wörtliche Äusserungen des Pflichtverteidigers angeführt sind:
“Die Spur ist schwer belastend. Das sieht auch der Anwalt des Tatverdächtigen so. “Eine DNA-Spur beispielsweise am Körper eines der
Kinder kann schon sehr schwerwiegend sein”, sagt Karl Peter Lachniet, seit mehr als 30 Jahren Strafverteidiger in München. Er hatte
in der Nacht, in der Thomas S. festgenommen wurde, Notdienst, seither ist er dessen Pflichtverteidiger.”
Auch das Schlusswort des Artikels gehört dem Pflichtverteidiger:
“Der Einzige, der Licht in die verworrene Familientragödie bringen könnte, sei Thomas S., sagt sein Anwalt. “Wenn er’s denn war.”
Wenn der Kollege diese Sätze so…
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