IDEEN UND IHRE UMSETZUNG
LawBlog | 22. Mai 2005 — So einfach ist das alles nicht: Grundgesetz Artikel 67 (1) Der Bundestag kann dem Bundeskanzler das Mißtrauen nur d…
- wir Wähler lassen zu, dass sie es werden und so sind, wie sie sind. Wenn heute die schwarz-gelbe Koalition zerbrechen sollte und in ca drei Monaten Wahlen wären, dann wüsste ich persönlich nicht, welcher Partei ich meine Zweitstimme geben sollte und welchem (voraussichtlichem) Wahlkreiskandidaten ich mein Vertrauen schenken würde. Persönlich machen viele Abgeordnete einen recht vernünftigen Eindruck. Sie sind belesen, fleißig und eloquent. Ebenso sind viele Abgeordnete für Kritik an der eigenen Partei und deren Erscheinungsbild aufgeschlossen, nur laut sagen, würden sie es nicht. Nach dem Grundgesetz sind die Abgeordneten nicht an Weisungen gebunden und nur ihrem Gewissen verantwortlich, was das Abstimmungsverhalten angeht. Unsere Parteien wirken an der politischen Willensbildung in unserem Lande mit. Das hört sich gut an. Tatsächlich kuschen viele Abgeordnete vor der Fraktionsführung und machen sich Sorgen, bei der nächsten Kandidatenkür unberücksichtigt zu bleiben. Tatsächlich haben die Parteien alle Bereiche in unserem Land nach Proporz unter sich aufgeteilt. Und verteidigen einen Alleinvertretungsanspruch, der ihnen gar nicht zukommt. Was kann man dagegen tun? Schimpfen, schreiben, schweigen? Der Weg in die innere Emigration ist jedoch eine Sackgasse. Wenn sich das Recht nicht den Verhältnissen anpassen will, dann müssen sich die Verhältnisse dem Recht anpassen. Wer die Vorherrschaft der Parteien brechen will, muss zeigen, dass es auch ohne sie geht. Und das beginnt damit, dass Menschen von ihrem Recht Gebrauch machen, ohne einen Parteiapparat im Rücken, bei Wahlen zu kandidieren. Dass dieses in größerem Stile nicht erwartet wird, zeigt der Beitrag in Wikipedia zum Bundestagswahlrecht. Dass auch unabhängige Bewerber das Recht und die Möglichkeit haben, an einer Bundestagswahl teilzunehmen, wird dort nämlich nicht einmal erwähnt! Nach § 20 Abs. 3 Bundeswahlgesetz müssen Wahlvorschläge, die nicht von politischen Parteien eingereicht werden von mindestens 200 im Wahlkreis wahlberechtigten Personen unterstützt werden: § 20 Inhalt und Form der Kreiswahlvorschläge (1) Der Kreiswahlvorschlag darf nur den Namen eines Bewerbers enthalten. Jeder Bewerber kann nur in einem Wahlkreis und hier nur in einem Kreiswahlvorschlag benannt werden. Als Bewerber kann nur vorgeschlagen werden, wer seine Zustimmung dazu schriftlich erteilt hat; die Zustimmung ist unwiderruflich. (2) Kreiswahlvorschläge von Parteien müssen von dem Vorstand des Landesverbandes oder, wenn Landesverbände nicht bestehen, von den Vorständen der nächstniedrigen Gebietsverbände, in deren Bereich der Wahlkreis liegt, persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein. Kreiswahlvorschläge der in § 18 Abs. 2 genannten Parteien müssen außerdem von mindestens 200 Wahlberechtigten des Wahlkreises persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein; die Wahlberechtigung muß im Zeitpunkt der Unterzeichnung gegeben sein und ist bei Einreichung des K…
» Vollständiger ArtikelErschienen 25. Oktober 2011 auf http://philorama.blogspot.com.
LawBlog | 22. Mai 2005 — So einfach ist das alles nicht: Grundgesetz Artikel 67 (1) Der Bundestag kann dem Bundeskanzler das Mißtrauen nur d…
Lichtenrader Notizen | 9. September 2005 — Die Dresdner Bürger im Wahlkreis 160 als Zünglein an der Waage. Die Juristen beginnen nachzudenken. Vorläufiges Wahlergebnis gehei…
Handakte WebLAWg | 1. Juli 2005 — Am Freitag, 1. Juli hat Bundeskanzler Gerhard Schröder die Vertrauensfrage vor dem Deutschen Bundestag gestellt. Damit will der…
www.scheidung-professionell.de | 4. Oktober 2010 — Die klare und eindeutige Antwort auf diese Frage ist zunächst einmal: Nein. Das hat einen ganz einfachen Grund. Der Rechtsanw…
Datenschutzbeauftragter Online | 31. Mai 2008 — In der SZ ist ein interessanter Artikel, der es als anstössig darstellt, dass eine Abgeordnete aus der Hessischen Landtagsfra…
Lichtenrader Notizen | 22. Mai 2005 — GG Artikel 67 (1) 1 Der Bundestag kann dem Bundeskanzler das Mißtrauen nur dadurch aussprechen, daß er mit der Mehrheit seiner Mit…
Betriebsrat Blog | 4. September 2009 — Vor der Betriebsratswahl steht in gut drei Wochen erst einmal die Bundestagswahl an. Noch immer wissen viele Wählerinnen und Wä…
JURAAA!DE | 23. Oktober 2005 — Wie Focus Online und das Handelsblatt berichten, strebt der neue Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) eine Änderung der …
rechtsanwalt.com | 14. Dezember 2011 — Wahlsysteme bei Landtagswahlen In Hamburg und Bremen werden alle 4 Jahre die sogenannten Bürgerschaften gewählt, in allen andere…
Weblawg.de | 22. September 2005 — ... ein solcher könnte vielleicht schon bald im Bundestag gestellt werden. Die SZ berichtet, dass die Sozialdemokraten erwägen, …