Die Phantomkündigung
Zu den unangenehmeren Begleiterscheinungen des Referendariats gehört auch das Faktum, daß die bisherigen Studentenvergünstigungen schlagartig aufhören. So endet auch mein Semesterticket zum 30. September. Da ich ab Oktober regelmäßig von Heidelberg nach Mannheim pendeln muß. Daher habe ich bei der rnv ein sogenanntes “Rhein-Neckar-Ticket” ab dem 1. Oktober bestellt. Heute morgen finde ich dann einen Brief der rnv im Briefkasten. Doch statt einer Auftragsbestätigung oder gar des Tickets selbst liegt ein Schreiben darin, in dem mir die Kündigung eines Rhein-Neckar-Tickets zum 31. August bestätigt wird. Ääääh - wat is?!? Kurz entschlossen telefonierte ich mit der Kundenhotline, wo mir ein Mitarbeiter erklärte, das sei ja seltsam, er könne sich so etwas auch nicht erklären. Er notierte sich noch meine Telefonnummer und versprach, mich wieder anzurufen. Zu einem Rückruf kam es dann aber in den folgenden gut drei Stunden nicht. Während der Mittagszeit begab ich mich dann zum rnv-Kundencenter und versuchte da mal mein Glück. Und siehe da: Die Mitarbeiterin dort brauchte nur rund fünf Minuten, um diesem Spuk ein Ende zu bereiten. Nachdem sie wissen wollte “Sie arbeiten wirklich nicht bei der Lebenshilfe?”, stellte sich heraus: Irgend jemand hatte wohl meine Bestellung mit einer tatsächlich für einen anderen Kunden eingegangenen Kündigung verwechselt und damit diesen Nonsens-Brief an mich ausgelöst. Das Ende vom Lied: Die Phantomkündigung wurde aus dem System gelöscht und ich habe das Ticket gleich mitnehmen können. Das nenne ich mal Service. Bleibt nur noch die Frage, weshalb das System die Eintragung einer Kündigung zu einem Datum zuläßt, zu dem die Vertragslaufzeit noch gar nicht begonnen hat. Eigentlich sollte der Rechner dann doch mal eine Fehlermeldung ausgeben, denn sowas macht ja offensichtlich keinen Sinn.
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.Themen: Mannheim , Heidelberg , Rhein Neckar Ticket Kündigen
Erschienen 4. September 2006 auf http://www.sartorienfelder.de.
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