Die Niederle-Hörbücher

Bei Niederle-Media gibt es inzwischen eine recht breite Hörbuch-Palette. Mir liegen inzwischen einige davon vor: Ein paar selbst gekauft, ein paar wurden von Niederle zur Rezension zur Verfügung gestellt. Ich nutze die inzwischen zahlreichen CDs für einen Rundumschlag, wobei es in der Natur der Sache liegt, dass ich ein bisschen mehr schreiben muss.

Bei solchen Medien kann man nicht einfach “gut” oder “schlecht” schreiben. Dass die CDs keinen Blödsinn beinhalten ist selbstverständlich, dass sie nicht jeden Meinungsstreit in didaktischer Tiefe beinhalten ist ebenfalls klar, nicht nur weil sie die technische Grenze von ca. 78 Minuten haben, sondern auch weil sowas einfach nur erträglich mit Fussnoten geht. Dazu späöter aber noch mehr.

Das Problem ist schlichtweg, dass jeder anders ist und anders lernt: Es gibt Menschen, die lernen durch hören. Es gibt Menschen die lernen durch sehen. Andere durch Kommunikation usw. Jemand der z.B. am liebsten in aller Stille liest, wird mit sowas wie einem Jura-Hörbuch nichts anfangen können. Deswegen ist es aber weder gut, noch schlecht: Es ist für den Nutzer in der speziellen Situation einfach unsinnig. Daher ein paar Zeilen zu, Thema “Lerntyp”:

In der aktuellen Literatur zum Thema “Lernen lernen” unterscheidet man im Schnitt 4 Lerntypen, das geht aber hin bis zu 7, je nach Buch. Im Prinzip geht es aber immer um auditiv, visuell, kommunikativ und (haptisch-)motorisch. Wer rausfinden möchte, welcher Lerntyp er ist, kann Google oder einschlägige Literatur bemühen - ich habe hier einen Link zu einem Test (keine Sorge, keine Abofalle) der realtiv einfach ist und den Vorteil hat, dass er mehrere Präferenzen ausgibt.

Hier liegt m.E. der grösste Fehler der meisten verbreiteten Systeme: Sie unterscheiden strikt zwischen den Lerntypen und sagen, man ist a,b,c oder d. In Wirklichkeit aber wird jeder verschiedene Präferenzen haben. Ich etwa bin stark auditiv (was ich höre vergesse ich faktisch nicht. Ist aber unschön: Der Schrott belastet irgendwann das Hirn), mit einer starken motorischen Prägung. Wenn ich etwa auf und ab laufe und mir etwas selber vorlese, verinnerliche ich das innerhalb kürzester Zeit. Hat bei mir den höchsten Grad an Effizienz. Jeder muss das aber für sich herausfinden.

Wer eine relativ starke auditive Prägung hat, kann mit solchen CDs wohl am ehesten was anfangen. Wenig hat es damit zu tun, ob man generell Hörbücher mag oder nicht mag. Auf gar keinen Fall sollte man von solchen Vorlieben versuchen Rückschlüsse zu ziehen.

Nun zu den CDs: Es gibt von Niederle vier verschiedene Arten; einmal das Basiswissen, dann die Schemata, die Definitionen und die Fälle. Ich habe mir inzwischen mehrere angehört und komme für drei zu den folgenden Ergebnissen:

Basiswissen: Hier gibt es keine Vorlesungen! Die Vorträge sind in Fragen gegliedert, man hört also z.B. eine Fra… » Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • 1 Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Google , Literatur , Jura

Erschienen 11. Februar 2009 auf http://www.jurakopf.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Kommentare zu "Die Niederle-Hörbücher":

11. März 2009 von Jurakopf — Dem Lob kann ich mich nur anschließen. Die Niederle-Hörbücher füllen auch mein Regal. Man ist einfach nicht mehr nur auf das Lernen zu Hause beschränkt, sondern kann überall seinen Nutzen daraus ziehen. Zudem wurde so eine echt gute Möglichkeit für Studenten geschaffen, die auditiv besser lernen.

Niederle Hörbüche Download: Alpmann Schmidt Memo Check - Digital

Jurakopf | 30. Dezember 2007 — Ich habe einmal im Alpmann/Schmidt Online-Shop den digitalen Memocheck bestellt. Und muss zugeben: Irgendwie ist er schon cool.…

Niederle Skripte: Rundumschlag zu den Niederle-Skripten

Jurakopf | 24. Mai 2009 — Das wird jetzt keine Rezension, sondern ein allgemeiner Rundumschlag; Es geht um die Niederle-Skripte und die Frage, ob die was…

Polizeirecht NRW im Beck-Verlag

Jurakopf | 14. März 2008 — Das Polizeirecht ist (zusammen mit dem Ordnungsrecht) wohl im Verwaltungsrecht BT der absolute Renner bei Prüfungen. Da ist es …

Die Reihe: Studienkommentar

Jurakopf | 18. Januar 2008 — Beim Beck-Verlag gibt es die Reihe “Studienkommentar”: Bezahlbare Kommentare für Studenten zu den wichtigsten Gesetzen. Und das…

Zippelius: Rechtsphilosophie

Jurakopf | 14. März 2008 — Ich habe bereits ein Buch zum Thema Rechtsphilosophie vorgestellt (hier zu finden), heute stelle ich kurz das Werk von Zippeliu…

Tipps zum richtigen Lernen

minirep - Jura verstehen lernen | 20. Mai 2011 — Im folgenden Beitrag möchte ich euch mit einigen Tipps und Hinweisen beim erfolgreichen Lernen hel­fen. Wie lernt man richtig…

Vorbereitung auf das Jura-Studium möglich?

Jurakopf | 28. August 2008 — Im Oktober fängt das nächste Wintersemester an, viele neue Studenten werden in die Fakultäten einfallen und schon jetzt erreich…

Thiele: Europarecht

Jurakopf | 5. April 2009 — Auch bei Niederle Media gibt es ein Buch zum Europarecht, verfasst von Alexander Thiele. Das inzwischen in der 6. Auflage vorli…

Niederle Skripte: Wettstreit der Shorties: Niederle vs. Beck

Jurakopf | 25. Mai 2009 — Ich mag sie beide: Sowohl Niederle-Media-Skripte (die ich erst gestern gelobt habe) als auch die JuraKompakt-Reihe aus dem Haus…

Was tun in der Wartezeit?

Rechtseinblicke | 9. Mai 2008 — Vor dem Referendariat steht erst mal die Wartezeit an. Je nach Bundesland und OLG-Bezirk kann die schon mal relativ lang dauern…