Die Macht der Internet-Öffentlichkeit

Ein gutes Fallbeispiel für die neu gewonnene Macht der Internet-Öffentlichkeit auch bei alltäglicher Rechtsverfolgung bietet das Vorgehen des Outdoor-Ausrüsters Jack Wolfskin gegen einige Kleinanbieter auf der Handelsplattform DaWanda.de. Jack Wolfskin hatte offenbar durch seine anwaltlichen Vertreter an zehn Kleinanbieter markenrechtliche Abmahnungen versandt, mit denen man die Rechte an dem Tatzen-Logo des Unternehmens geltend machte. Die Abmahnungen (scheinbar jeweils mit Kostennoten knapp unter 1000 EUR versehen) wurden im Web schnell aufgegriffen und haben zum Teil für grosse Empörung gesorgt. Beispielhaft: — Kritischer Post des Werbebloggers mit über 500 Kommentaren — Kritischer Artikel auf Spiegel Online — Meldung auf gulli.com — Neutrale Stellungnahme bei markenmagazin:recht Nachdem Jack Wolfskin zunächst das eigene Vorgehen verteidigt hatte (Pressemitteilung als PDF), hat das Unternehmen unterdessen unter dem Druck der Internet-Gemeinde eingelenkt: Nachdem die fraglichen Artikel aus dem Angebot bei DaWanda.de entfernt wurden, will man nicht weiter gegen die Betroffenen vorgehen (inkl. Erlass der geltend gemachten Kosten) und zudem das zukünft…

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Themen: Jack Wolfskin , Netzgeflyster

Erschienen 24. Oktober 2009 auf http://www.jurabilis.de.

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