Die Kanzlerin kritisiert Onlineexpansion von ARD und ZDF
am 18.11.2007 von medien-gerecht
Die Kanzlerin hat auf den Zeitschriftentagen am vergangenen Freitag die Expansionspläne von ARD und ZDF im Internet kritisiert. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts sei kein Freibrief jetzt selbst zu definieren, was im Bereich Internet zur Grundversorgung gehöre. Damit stellte sie sich hinter die Zeitungsverleger, die mit heftiger Ablehnung auf das leicht gönnerhaft wirkende Angebot von ZDF-Indendant Schächter reagiert hatten, Zeitschriftenverlage könnten sich ja an den Onlineangeboten von ARD und ZDF beteiligen.
Mit den Worten “Chats und Kontaktbörsen sind vom Grundversorgungsauftrag weit entfernt. Daher müssen Grenzziehungen künftig klar definiert werden.“ ebnet Angela Merkel den Weg zu der dringend notwendigen politischen Diskussion über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und das Internet. So richtig ihr Appell doch war, so wirkungslos ist er jedoch. Da Rundfunnk traditionell keine Bundesangelegenheit ist, dürften ARD und ZDF von den Worten der Kanzlerin unbeeindruckt …
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