Die Hände zum Himmel
Es freut mich sehr, dass Fräulein Krise, laut Frau Freitag eine Meisterin der paradoxen Intervention, zu den Leserinnen meines Blogs
gehört. Zum aktuellen Titelbild hat sie eine sehr begründete Frage gestellt:
ich wollte bloß mal fragen, warum auf dem titelbild des blogs so arme Arme in den himmel ragen. Ist das eine metapher? Soll uns das
etwas über das rechtssystem sagen? Oder über die, die in die mühlen desselben grieten?
Ja, der Ausschnitt ist bewusst gewählt und kann vielfältig interpretiert werden. Das überlasse ich ganz bewusst dem Betrachter. Aber
ich hatte natürlich auch einige Assoziationen, als ich den Bildausschnitt ausgewählt habe:
Wer so die Arme in die Luft reißt, ist möglicherweise euphorisch – vielleicht, weil er gerade einen Zivilprozess gewonnen hat. Oder
vom Strafrichter freigesprochen wurde. Oder weil er selbst Richter ist, und die Parteien sich in einem schwierigen Rechtsstreit
verglichen haben (spart das Abfassen des Urteils, die Jubelgestik sollte allerdings erst allein im Richterzimmer und nicht vor den
Parteien geschehen).
Aber gehören die Hände wirklich zwei Jubelnden? Oder nehmen sie die Hände hoch, weil sie (ein Straftäter? die Polizei?) mit der Waffe
bedroht? Oder weil sie die Hände flehend zum Himmel heben und auf eine höhere Gerechtigkeit hoffen, als der Rechtsstaat bieten kann?
Auch die Interpretation der in die „Mühlen der Justi…
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